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Lokalsport
Geistenbeck ist im Derby mehr unter Druck als der TV 1848

Handball. Das Spitzenspiel in der Bezirksliga morgen zwischen der Zweitvertretung des TV Geistenbeck und dem TV 1848 Mönchengladbach ist gleichzeitig ein Lokalderby. Am siebten Spieltag kann dabei bereits eine kleine Vorentscheidung fallen, wie es für beide Mannschaften weitergeht. Neben den beiden Kontrahenten aus Gladbach ist die HG Kaarst/Büttgen das dritte Team, das der Liga den Stempel aufdrückt, und sollte nichts Unvorhergesehenes geschehen, wird dieses Trio den Aufstieg in die Landesliga unter sich ausmachen. Von Alyssa Pannwitz

Während 1848 und Kaarst noch eine blütenweiße Weste aufweisen, kassierte Geistenbeck bereits eine Niederlage, und zwar mit 29:32 gegen Kaarst. Bei einem Erfolg der Gastgeber bleibt der Dreikampf in der Bezirksliga bestehen, obgleich Kaarst dann der große Gewinner des Spieltages wäre. Sollte sich allerdings der TV 1848 durchsetzen können, ist Geistenbeck zunächst einmal aus dem Rennen und kann dann nur auf Ausrutscher des Spitzenduos hoffen.

Sowohl Geistenbeck als auch der "18" gaben ein identisches Saisonziel aus, denn beide Vereine wollen sich gegenüber dem Vorjahr verbessern, wo sie in der Abschlusstabelle die Plätze fünf und vier belegten. Und beide sind auch auf dem besten Weg, die gesetzten Vorgaben zu realisieren. Beide gehen zudem mit fast gleichen Voraussetzungen in diese Begegnung, fällt hüben wie drüben doch ein wichtiger Rückraumspieler aus.

Geistenbeck muss auf Boris Jovanic verzichten, der wegen eines Adduktorenrisses wohl erst im kommenden Kalenderjahr wieder einsatzfähig ist, und bei den Gästen muss Haupttorschütze Simon Poos aus privaten Gründen passen. "Bei uns sind noch ein paar Spieler wegen einer Grippe angeschlagen", ergänzt der Geistenbecker Trainer Stefan Jakuszeit. "Das soll aber nicht als Ausrede gelten. Wir freuen uns auf das Derby und glauben, dass 1848 eine Mannschaft ist, die uns liegt."

Dabei wird es für die Gastgeber wichtig sein, die Deckung in die Seitwärtsbewegung zu bekommen, damit Torchancen kreiert werden können. Um nach der Pause wegen der Herbstferien wieder besser in den Rhythmus zu kommen, bestritten die Hausherren in dieser Woche noch ein Testspiel.

Ähnlich wie Geistenbeck sehen die Gäste die Abwehr auch als das Prunkstück des Gegners an. "Geistenbeck ist in der Deckung wahnsinnig präsent und sehr schnell auf den Füßen", sagt Frank Schuren, Trainer des TV 1848, der die Mannschaft erst zu Beginn der laufenden Spielzeit übernommen hat. "Außerdem leisten sie sich sehr wenige Fehler und nutzen die sich bietenden Chancen eiskalt aus. Insgesamt ist das schon eine sehr gute Truppe, die zudem noch sehr fair agiert. Und das sind alles Gründe, warum ich mich auf das Spiel freue. Wir sind gut vorbereitet, und natürlich fahren wir nach Geistenbeck, um zu gewinnen."

Seine gute derzeitige Verfassung unterstrich der TV 1848 erst am vergangenen Wochenende, als er mit einer Rumpftruppe im Kreispokal gegen den Verbandsligisten Turnerschaft Lürrip nur knapp mit 31:34 unterlag und sich dabei teuer verkaufte.

Quelle: RP
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