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Geistenbeck sorgt für die Überraschung

Handball: Geistenbeck sorgt für die Überraschung
In der Defensive: Gegen den ASV Rurtal-Hückelhoven kann sich die favorisierte Borussia (hier in den schwarzen Trikots) noch durchsetzen, im Finale muss sie sich jedoch Geistenbeck 23:27 geschlagen geben. FOTO: Theo Titz
Handball. Der Verbandsligist gewinnt in heimischer Halle den Kreispokalwettbewerb durch ein 27:23 im Endspiel gegen den Oberligisten Borussia. Bei den Frauen sichert sich der Rheydter TV den Titel und siegt gegen den TuS Oberbruch. Von Wiltrud Wolters

Nach 16 Jahren ist der Pokal wieder in Geistenbeck. Der Verbandsligist sorgte im Endspiel des Kreispokalwettbewerbes vor heimischer Kulisse in der Halle Mülfort für die Überraschung und setzte sich 27:23 gegen den Oberligisten Borussia Mönchengladbach durch. Bei den Frauen holte sich der Rheydter TV den Titel zurück. Die Rheydter besiegten im Finale den TuS Oberbruch 23:19.

"Ich denke, wir waren in der zweiten Hälfte das klar bessere Team", sagte TVG-Trainer Thomas Laßeur. Die Geistenbecker waren vor allem die Mannschaft, die mit mehr Emotion und Willen bei der Sache war und das zahlte sich dann auch aus. Die ersatzgeschwächte Borussia kam im Endspiel irgendwie nicht so richtig auf Touren. Den Aktionen fehlten das Tempo und die letzte Entschlossenheit.

Bereits zur Pause, als Borussia noch 11:9 führte, merkten die Geistenbecker, dass der Favorit nicht ganz so souverän auftrat. Das beflügelte die Gastgeber im zweiten Spielabschnitt. Dem TVG gelang schnell der Ausgleich. Nach dem 14:14 und 17:17 erzielten die Geistenbecker mit dem 19:18 ihre erste Führung im zweiten Spielabschnitt. Danach setzten sie sich über 21:18 und 25:22 ab.

"Das Kollektiv in der Abwehr war ausschlaggebend", sagte Coach Laßeur. Dahinter zeigte Alex Lausberg im Tor eine glänzende Partie. Darüber hinaus stachen Timo Hüpperling (10) und Timo Bautz (4), der zukünftige Borusse, aus dem Team heraus.

Für die Geistenbecker ist dieser Erfolg die Krönung eines glänzenden Wochenendes als Ausrichter des Final Four. "Das ist der Wahnsinn", sagte Organisator Thomas Nix schon nach der Vorschlussrunde, die Geistenbeck auf den allerletzten Drücker durch einen Abpraller 29:28 gegen den Verbandsliga-Rivalen aus Lürrip für sich entschied.

Nix war absolut zufrieden. "Unsere Erwartungen sind voll erfüllt. Wir haben guten Handballsport gesehen und wir hatten viele Zuschauer", sagte Nix. Vereinsübergreifend sei es ein gelungenes Handballwochenende gewesen. "Der Austausch ist wichtig. Wir müssen Ideen für den Handball in Mönchengladbach entwickeln und das gibt ein solches Event auch her", sagte Nix. Auch die Vertreter des Handballkreises Mönchengladbach waren mit dem Ablauf des Turniers zufrieden. "Die Veranstaltung wird gut angenommen. Das ist eine runde Sache", sagte der stellvertretende Vorsitzende Markus Breyer.

Bei den Frauen drückte der Rheydter TV den Spielen seinen Stempel auf. Der Favorit siegte im Halbfinale gegen den Vorjahressieger aus Biesel 30:20. Im Endspiel siegte der RTV klar und ungefährdet gegen Oberbruch 23:19. Bereits nach wenigen Minuten und dem 11:2 für den RTV war der Sieg in trockenen Tüchern. Danach schaltete der RTV einige Gänge zurück. Trainer Guido Heyne lobte Kreisläuferin Tamara Bloehse (3) und Torfrau Eva Paschmanns. Die beiden Neuzugänge von Borussia Mönchengladbach machten ein gutes Spiel.

Bei den Frauen war kurzfristig der TV Erkelenz für die HG Kaarst/Büttgen eingesprungen. Den Kaarster Handballerinnen machte die Länderspielverlegung in der Köln-Arena einen Strich durch die Final-Four-Rechnung, da sie zum Saisonabschluss das eigentlich für Freitag terminierte Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark anschauen wollten. Durch die Verlegung auf Samstag verzichtete die Truppe auf den Kreispokal.

Quelle: RP
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