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Lokalsport
Gerupfte Lürriper weisen Favoritenrolle gegen Neuwerk von sich

Fussball. Fünf Spieler fehlen Markus Lehnen vor dem Duell mit dem Aufsteiger. Beim PSV könnte derweil wieder ein Youngster im Tor stehen. Von Kurt Theuerzeit

In der Tabelle trennen Neuwerk und Lürrip Welten, genau genommen, neun Plätze. Da sollte also eigentlich klar sein, wer als Favorit am Sonntag ins Derby geht. Doch die Lürriper werden mit einer Mannschaft antreten müssen, die der Bestbesetzung nicht wirklich nahe kommt. Insgesamt fünf Akteure fallen beim SV aus, die zuletzt den Aufwärtstrend des Tabellenfünften ausgemacht haben.

Gleich drei Spieler handelten sich am vergangenen Wochenende in Strümp Sperren ein. Sascha Büttgenbach und Thomas Stryia ließen sich zu unsportlichen Äußerungen provozieren, Michael Kersten übertrieb den körperlichen Einsatz. "Das geht so nicht. Das sind erfahrene Spieler, die sich besser im Griff haben müssen", moniert Fußballobmann Andreas Zimmermann.

Zudem wurde Flügelflitzer Sven Hackler von der Spruchkammer für acht Monate gesperrt, weil er als Zuschauer eines A-Jugendspiels in eine handgreifliche Auseinandersetzung verwickelt war. Schließlich hat sich Kevin Schmitz so sehr verletzt, dass auch er ausfallen wird. "Unsere Flügelzange, die unser Spiel zuletzt stark belebt hat, wird fehlen. Da muss ich mir etwas einfallen lassen", sagt Lürrips Trainer Markus Lehnen, der deshalb auch nichts von besagter Favoritenrolle wissen will: "Ich habe Neuwerk gegen Kaarst gesehen. Die Sportfreunde haben sehr stark gespielt. Das wird für uns nicht einfach werden."

Tatsächlich hat Neuwerk mit zwei Siegen die Abstiegszone verlassen. Wichtiger aber dürfte sein, dass sich die junge Mannschaft nun allmählich an die Liga gewöhnt hat. "Es macht Spaß zu sehen, wie sich die Mannschaft entwickelt. Wir haben aber noch keinen Grund, übermütig zu werden", sagt Trainer Michael Holthausen. Die Sportfreunde werden sich im ersten Rückrundenspiel indes auch deswegen mächtig ins Zeug legen, um sich für das 0:3 im Hinspiel in Lürrip zu revanchieren.

Wie die Neuwerker so hat sich auch der Polizei SV inzwischen an die Arbeit gemacht, um aus dem Tabellenkeller zu kommen. Allerdings wartet mit Kaarst morgen (Anstoß 19.30 Uhr) wieder ein sehr starker Gegner auf den PSV. "Wenn bei uns alle laufen, dann haben wir auch gegen Kaarst eine Chance, allerdings nur dann", ist sich Trainer Thomas Vahsen sicher. Sollte Stammtorwart Michael Pott nicht fit sein, wird wieder der erst 18-jährige Nico Hendrix spielen. "Der hat seine Sache gegen Willich toll gemacht", findet Vahsen.

Während sich Neuwerk und der Polizei SV also auf den langen Marsch nach oben begeben, kommt Meer einfach nicht aus der Abstiegszone heraus. Immer wieder werden die Spiele knapp verloren, obwohl die Einstellung der Mannschaft stimmt. "Bei uns läuft es vorne nicht. Wir kriegen den Ball nicht ins Tor. Unserem Gegner reicht dagegen meist eine Chance", klagt Trainer Erhan Kuralay. Gegen Dormagen will er mit einer verstärkten Abwehr einen Punkt holen.

Mehr hat sich Trainer Dirk Kehrbusch mit der FC-Reserve in Rommerskirchen (Samstag 14.30 Uhr) nach dem 3:2-Sieg in Uedesheim vorgenommen. "Wir sind inzwischen ein Team und selbstbewusster geworden. Das können wir in Rommerskirchen beweisen", sagt Dirk Kehrbusch.

Quelle: RP
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