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Lokalsport
GHTC kennt schon das Gastgeschenk

Tennis. Binnen sieben Tagen geht es zum zweiten Mal in der Bundesliga nach Aachen. Von Georg Amend

Nach Aachen ist vor Aachen. Vergangenen Sonntag hat der GHTC in der Tennis-Bundesliga Schlusslicht TK Blau-Weiss Aachen mit 5:1 besiegt, morgen tritt er nun bei TK Kurhaus Aachen an. "Den Weg kennen wir jetzt, und so weit ist es ja nicht", sagt der Gladbacher Teamchef Henrik Schmidt schmunzelnd. Die zweite Dienstreise in die Kaiserstadt binnen sieben Tagen beschert dem GHTC auch kulinarisch Bekanntes: "Bei beiden Tennisvereinen sind ja konkurrierende Printen-Hersteller wichtige Sponsoren - darum kriegt man bei beiden als Gastgeschenk Printen", sagt Schmidt und ergänzt: "Das war für den Sommer schon etwas neuartig. Printen sind ja eher ein Winter-Ding." Die Fuhre vom TK Blau-Weiss ist aber schon verputzt: "Ich habe sie in der Firma verteilt", verrät Schmidt.

Lieber als die zweite Ladung Printen wären den Gladbachern naturgemäß die zwei Punkte, die es für einen Sieg bei Kurhaus Aachen gäbe. Damit würde der noch amtierende Deutsche Meister, der mit 4:6 Punkten auf Rang sieben steht, den Kontrahenten (5:5, Platz 4) überholen. "Das hat natürlich seinen Reiz", sagt Schmidt. "Nach dem Sieg am letzten Sonntag, der das Abstiegsgespenst aus den Köpfen verjagt hat, fahren wir jetzt frohen Mutes wieder nach Aachen."

Was sein Team da erwartet, schätzt der Gladbacher Teamchef so ein: "Die scheinen, wie wir auch, ein paar Probleme in dieser Saison zu haben. Ich schätze, es wird eine ausgeglichene Partie, weil beide Mannschaften nicht auf ihre Topspieler zurückgreifen können, da die schon zu den großen Turnieren in die USA und Kanada reisen." Sicher für den GHTC in Aachen dabei sind Aleksandr Nedovyesov, der bislang alle sein fünf Einzel in dieser Saison gewonnen hat, und Jan Sátral. Beim Rest "entscheiden wir je nach Turnierverlauf und Verfassung kurzfristig", erklärt Schmidt. "Wir reden mit den Spielern, ob der Körper fit genug ist oder sie sich ausgelaugt fühlen. Wenn das so sein sollte, macht es manchmal mehr Sinn, einen Spieler dazuzunehmen, der zwar 50 Plätze in der Weltrangliste schlechter notiert, aber dafür ausgeruht ist. Denn in der Bundesliga an einem Spieltag Einzel und Doppel zu spielen, ist schon eine große Belastung."

Dass der Deutsche Meister in diesem Jahr zwischenzeitlich gar Abstiegssorgen hatte, erklärt Schmidt zum einen mit Verletzungen - etwa von Top-Spieler Philipp Kohlschreiber, der unlängst das Halbfinale der German Open mit Adduktorenproblemen aufgeben musste und nun in Kitzbühel nach dem Titel greift, aber auch mit "logistischen Problemen". Genauer: "Wir hatten bei Flügen von Air Berlin zweimal massive Verspätungen. Einmal von fünf Stunden und einmal von drei", sagt Schmidt und schiebt resigniert nach: "Da plant man zehn Monate lang eine Saison, und dann gibt es so ein Flugchaos . . ." Immerhin droht das nicht für die Strecke nach Aachen. Die kennt der GHTC-Tross ja auch mit dem Auto ganz gut.

Quelle: RP
 
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