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Lokalsport
GHTC lässt vorne zu viel aus und hinten zu viel zu

Hockey. Die Hockey-Herren verlieren zum Saisonauftakt 3:6 gegen Hannover. Gladbachs Damen siegen 3:2 in Essen. Von Thomas Grulke

Kay von der Forst hatte die Ecke geahnt. Der Torwart des Gladbacher HTC war auch mit dem Handschuh dran, und doch kullerte der Ball letztlich von seiner Handschuhkante über die Torlinie. Es war Hannovers Siebenmetertor zum zwischenzeitlichen 2:4 - und irgendwie eine bezeichnende Szene für den Saisonauftakt des GHTC in der Zweiten Bundesliga. Denn bei allem Engagement gelang beim 3:6 (2:2) gegen Hannover 78 zu wenig, um zum Start zu punkten.

"Es war ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir vor allem in der ersten Halbzeit zu viele Chancen ausgelassen haben, aber eben auch die erste Partie unter Wettkampfdruck, die uns gezeigt hat, wo wir noch dran arbeiten müssen", sagte GHTC-Trainer Philipp Heymanns. Dabei war seine Mannschaft gleich mit der ersten Strafecke durch Niklas Braun in Führung gegangen, geriet dann zwar in Rückstand, erzielte aber noch vor der Pause das 2:2 durch Paul Tenckhoff. Und der GHTC hatte die Gelegenheiten für ein besseres Halbzeitergebnis, seine Chancenverwertung ließ aber zu wünschen übrig. Noch empfindlicher traf ihn indes das 2:3 direkt nach dem Wiederanpfiff.

"Da haben wir es Hannover viel zu einfach gemacht. Diese Szene hat das Pendel zu unseren Ungunsten ausschlagen lassen", sagte Heymanns. Fortan rannte der Gastgeber einem Rückstand hinterher und konnte auch eine Vielzahl von Strafecken nicht mehr zu einer Ergebnisverbesserung nutzen. Gladbach traf durch Henning Zimmermann erst, als die Partie schon entschieden war - es war das 3:6 in letzter Minute. "Es wäre für uns mehr drin gewesen, aber Hannover war abgezockter", sagte Heymanns.

Die GHTC-Damen starteten derweil mit einem Sieg in die Regionalligasaison. Beim 3:2 (3:0) beim HC Essen musste das Team jedoch in der Schlussphase nochmals zittern. "Aus einer soliden Vorstellung wurde am Ende noch eine wackelige Angelegenheit. Aber vielleicht ist es uns eine Lehre für die gesamte Saison, dass wir nie nachlassen dürfen", sagte Achim Krauß.

Der Trainer sah eine gar nicht mal so starke erste Halbzeit seiner Mannschaft, in der sie allerdings gnadenlos effektiv war. Charlotte Lang, Silke Ungricht per Siebenmeter und Lena Froneberg schossen eine beruhigende Führung heraus, die nicht zuletzt dank der starken Torfrau Yvonne Rütten auch bis kurz vor Spielende hielt. So kam Essen zu spät zu seinen Toren, um Gladbachs Sieg noch zu verhindern. Für den GHTC geht es nun schon morgen weiter, wenn er um 20.30 Uhr daheim zum Nachholspiel des ersten Spieltags Uhlenhorst Mülheim II empfängt. "Wir rechnen mit einer sehr starken Mülheimer Mannschaft. Doch durch die drei Punkte haben wir die gute Ausgangslage, dass wir nicht direkt unter Druck stehen", sagte Krauß.

Quelle: RP
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