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Lokalsport
GHTC startet morgen zu Hause in die Hallensaison

Hockey. Im THC Bergisch Gladbach empfängt der Zweitligist einen Abstiegskandidaten. Danach stehen drei Auswärtsspiele an. Von Tobias Knüfermann

Mittlerweile kennt Marcus Reifenberg den Weg nach Holt in- und auswendig. Der neue Trainer der Hockeyherren des Gladbacher HTC ist zur Vorbereitung auf die anstehende Hallensaison fast täglich nach Mönchengladbach gefahren. Mal von seinem Wohnort in Essen aus, mal von seiner Arbeitsstelle beim Westdeutschen Hockey Verband in Duisburg. Zur großen Überraschung gab es nahezu immer eine freie Fahrt: "Ich hätte nicht gedacht, dass es auf dem Weg so wenig Stau gibt. Das macht die Sache natürlich entspannter", sagt Reifenbegr.

Weniger überraschend ist für den 30-Jährigen der Zustand seines neuen Teams. Auch sieben Wochen nach seinem Antritt bleibt Reifenberg bei seinem ambitionierten Saisonziel: "Mehr denn je möchte ich aufsteigen. Die ersten Wochen haben mir noch deutlicher gemacht, wie talentiert die Mannschaft ist. Der ganze Kader hat in der Vorbereitung sehr engagiert und zielstrebig gearbeitet", sagt der Trainer. Als ärgste Konkurrenten um den Erstliga-Aufstieg hat er die Kölner-Teams Schwarz-Weiß und Blau-Weiß ausgemacht: "Auf dem Papier gibt es eine zweigeteilte Liga. Oberhausen, Düsseldorf und Bergisch Gladbach spielen für mich gegen den Abstieg, den Rest sehe ich im oberen Bereich. Wie sich das praktisch entwickelt, wird sich bald zeigen."

Für einen erfolgreichen Start in die Zweiten Bundesliga haben die Schwarz-Roten seit dem Ende der nicht zufriedenstellenden Feld-Hinrunde einiges getan. Neben einigen Testspielen war der GHTC in den vergangenen zwei Wochen bei gut besetzten Turnieren in Neuss und Rüsselsheim am Start. Dabei legten Reifenberg und sein Co-Trainer Thomas Krauß viel Wert auf taktische Dinge: "Wir haben sehr viel experimentiert. Vor allem im Defensivbereich möchte ich sehr variabel agieren und nicht durchgehend nur ein System spielen", sagt der Coach.

Die erste Partie beschert den Gladbachern morgen eine vermeintlich einfache Aufgabe. Um 17 Uhr ist im GHTC-Sportsdome der THC Bergisch Gladbach zu Gast. Schon im Vorjahr galt die Truppe aus dem Bergischen als erster Abstiegskandidat, sicherte sich aber dann doch noch den Liga-Verbleib. Entsprechend gewarnt gibt sich Reifenberg: "Wir werden den THC mit Sicherheit nicht unterschätzen. Aber fest steht auch, dass wir zum Auftakt zu Hause drei Punkte holen wollen. Daran führt kein Weg vorbei."

Die Partie morgen wird in 2017 der einzige Auftritt in eigener Halle bleiben. Wegen eines kuriosen Spielplanes folgen noch vor Weihnachten drei Auswärtsspiele am Stück. Dabei wird dann Jens Blüthner im Tor stehen. Weil Kay von der Forst in der Halle pausiert, ist der 27-Jährige die klare Nummer eins im Gladbacher Team. Weil Blüthner aber morgen nicht zur Verfügung steht, werden am ersten Spieltag entweder Patrick Alex oder Lars Link zwischen den Pfosten stehen. "Das werden wir kurzfristig und nach Trainingsleistung entscheiden", sagt Reifenberg, der außer Tillmann Pohl (Schulterprobleme) den kompletten Kader zur Verfügung hat.

Bereits ihren dritten Auftritt absolvieren am Sonntag die Regionalligadamen des Gladbacher HTC. Um 15 Uhr sollen im Auswärtsspiel beim DSD Düsseldorf endlich die ersten Zähler auf das Punktekonto wandern. Coach Achim Krauß erwartet dabei eine konzentriertere Leistung als zuletzt: "Wir dürfen, vor allem im Spielaufbau, schlicht und ergreifend nicht mehr so viele einfache Fehler produzieren."

Quelle: RP
 
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