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Lokalsport
GHTC steht nach souveränem Heimsieg wieder an der Spitze

Tennis. Eine Stunde und zwei Minuten: So lange dauerte Philipp Kohlschreibers erster Heim-Auftritt als Spieler des Gladbacher HTC. Die neue Nummer eins des Bundesligisten hatte wenig Mühe, den Portugiesen Frederico Ferreira Silva 6:2, 6:0 zu bezwingen. "Er ist für mich ein unbeschriebenes Blatt, so dass ich mich ein wenig im Internet über ihn schlaugemacht habe. Natürlich konzentriere ich mich auf mein eigenes Spiel, doch man will ja auch nicht überrascht werden", sagte der 32-Jährige vor dem Match, das letztlich auf dem Weg zum Sieg den wichtigen Punkt zum 3:1 gegen den TC Bruckmühl-Feldkirchen bringen sollte. Am Ende stand es 5:1, womit der GHTC - bei drei Siegen in drei Saisonspielen - die Tabellenführung in der Ersten Bundesliga wieder übernahm. Von Thomas Grulke

Überraschen lassen wollte sich der GHTC generell nicht vom Aufsteiger und ging das erste Heimspiel der Saison in starker Besetzung und konzentriert an. Schnell führte er 2:0, da seine Spanier Adrian Menendez und Albert Ramos-Vinolas ihre Einzel ganz souverän in gerade einmal einer Stunde Spielzeit gewannen. Aleksandr Nedovyesov musste sich jedoch dem Polen Blazej Koniusz geschlagen geben. Nachdem er sich ins Spiel hineingekämpft und den zweiten Durchgang 6:2 gewonnen hatte, unterlag er im Match-Tiebreak 2:10.

Kohlschreiber war dann an den folgenden beiden Gladbacher Matchpunkten beteiligt. Denn nach seinem Sieg im Einzel gewann er mit Nedovyesov auch im Doppel 7:6, 6:3 - womit der Heimsieg bereits besiegelt war. Wenig später hatten auch Ramos-Vinolas und Ricardas Berankis ihr Match erfolgreich beendet, und der GHTC war seiner Favoritenrolle gerecht geworden. "Mit drei Siegen haben wir jetzt zunächst einmal einen guten Grundstock gelegt. Mal sehen, was dieses Jahr möglich ist", sagte Kohlschreiber, der am Wochenende im GHTC aber noch weit mehr bot als zwei souveräne Siege. Bereits am Tag zuvor hatte er mit den Gladbacher Ballkindern trainiert und Autogramme gegeben.

"Mir gefallen solche Aktionen. In große, freudige Augen zu sehen, ist die schönste Bestätigung, dass ich mit meinem Tennis die Leute erreiche", sagte Kohlschreiber, dem die "familiäre Atmosphäre" beim GHTC schon als Aachener Spieler aufgefallen war. Die Atmosphäre ist es, die die Nummer 22 der Weltrangliste an der Bundesliga schätzt. "Es hat etwas vom ,Zurück zu den Wurzeln', ich habe schließlich auch in einem kleinen Verein angefangen. Alles ist entspannter als auf der Profi-Tour, und das genieße ich immer noch sehr gerne." Genießen konnte er auch den Ausklang ereignisreicher Tennistage, an deren Ende der GHTC wieder an Position eins steht.

Quelle: RP
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