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Lokalsport
GHTC vermasselt sich mit Blackout ordentlichen Start

Hockey. Kurzzeitig war die Anzeigetafel dem eigentlichen Spielstand schon einen Schritt voraus. Statt 0:6 stand es plötzlich 0:7, statt 1:6 auf einmal 1:8. Die Gegentorflut, die den Gladbacher HTC kurz vor und direkt nach der Pause gegen den Düsseldorfer HC ereilte, konnte aber auch zwischenzeitlich den Überblick erschweren. Durch fünf Gegentreffer binnen - halbzeitübergreifend - sieben Minuten wurde aus einem ordentlichen Auftritt ein ernüchternder Saisonauftakt in der Zweiten Bundesliga, Gladbach verlor gegen den Erstliga-Absteiger DHC 3:8 (0:4).

"So etwas hört sich bei einem solchen Ergebnis immer blöd an, doch die Niederlage ist eigentlich viel zu hoch ausgefallen", sagte Tom Spenrath. Nach der Trennung von Trainer Andy Bauch gehört der Kapitän zum Spielertrio, das die Betreuung der Mannschaft interimsweise übernommen hat. Gegen die favorisierten Düsseldorfer wählte das junge GHTC-Team eine mutige Marschroute, setzte auf Raumdeckung und suchte sein Heil selbst in der Offensive. Beinahe wäre der Mut belohnt worden, doch Tillmann Pohl traf nach schöner Einzelleistung nur den Außenpfosten. Eine Minute später fiel nach einer Strafecke das 0:1.

Gladbach hielt trotzdem weiter gut dagegen - bis zur 34. Minute. Dann, in den letzten 120 Sekunden der ersten Hälfte, kassierte der Gastgeber drei Tore. Und in den ersten fünf Minuten nach dem Wechsel setzte es zwei weitere Treffer. Torwart Kay von der Forst, der mit einigen starken Paraden ein überzeugendes Debüt feierte, wurde ein ums andere Mal im Stich gelassen. "Diese Phase haben wir völlig verschlafen. Da war es für Düsseldorf zu einfach", sagte Spenrath. Der GHTC rückte aber nicht von seiner mutigen Ausrichtung ab und konnte das Ergebnis zumindest noch erträglich gestalten. Jeweils nach Strafecken waren Phillip Jansen (2) und Florian Jansen erfolgreich.

"Positiv war, wie die Mannschaft das Spiel angenommen hat, die Phase um die Halbzeit aber natürlich eine Katastrophe", sagte Gladbachs Ex-Coach Jan Klatt, der das Team an der Seitenlinie unterstützte. Und alle Beteiligten waren sich einig, dass eine externe Hilfe auch in den kommenden Wochen für den derzeit trainerlosen GHTC nötig ist.

Gladbachs Damen feierten derweil in der Regionalliga ihren ersten Saisonsieg. Sie schlugen Rot-Weiß Velbert daheim durch ein Strafeckentor Christine Fingerhuths in der 60. Minute 1:0 (0:0). "Wir waren klar überlegen und hätten höher siegen können. Dieser Erfolg gibt uns Auftrieb für die kommenden Wochen", sagte Trainer Achim Krauß.

(togr)
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