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Lokalsport
GHTC will die Wochen der Kür genießen

Tennis. Fünf Siege in fünf Saisonspielen, das einzige Team der Liga ohne Niederlage und Tabellenführer mit zwei Zählern Vorsprung: Die Zwischenbilanz des Gladbacher HTC nach etwas mehr als der Hälfte aller Partien in der Bundesliga-Saison 2016/17 kann sich wahrlich sehen lassen. Doch zur richtigen Einordnung dieser Fakten gehört auch diese Aussage: Gladbachs bisherige Gegner besetzen im aktuellen Klassement die untere Tabellenhälfte. Die Teams auf den Plätzen zwei bis fünf warten jedoch noch auf den Spitzenreiter. Am kommenden Wochenende geht es für den GHTC zunächst zum Fünften TC Blau-Weiß Halle (heute, 13 Uhr) und zum Zweiten Rochusclub Düsseldorf (Sonntag, 11 Uhr). "Positiv betrachtet haben wir bislang nichts liegenlassen, wir haben unsere Pflicht erfüllt. Aber die Kür folgt noch. Und da kann es durchaus passieren, dass wir noch mehrmals verlieren", sagt Gladbachs Teamchef Henrik Schmidt. Von Thomas Grulke

Ein Ausscheiden aus dem Meisterschaftsrennen wäre auch nicht gleichbedeutend mit dem Verpassen des Saisonzieles, da es für Gladbach im dritten Bundesligajahr darum gehen sollte, nach zwei sechsten Plätzen, den Sprung in die obere Tabellenhälfte zu schaffen und oben mitzuspielen. Doch nun lockt natürlich die Aussicht, als ein Meisterschaftskandidat in die beiden abschließenden Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten Krefeld und Aachen zu gehen. Dafür muss Gladbach nun aber am Doppelspieltag in der Fremde punkten.

"Wenn wir zwei Punkte holen, also zumindest einmal gewinnen oder beide Partien unentschieden spielen, bin ich mir sicher, dass wir zum Saisonfinale in einer guten Ausgangslage sein werden", sagt Schmidt. Dementsprechend will er sowohl in Halle als auch in Düsseldorf die bestmögliche Formation aufbieten. Ob ihm dies gelingt, ist allerdings noch völlig offen. So konnte Schmidt gestern Morgen nur mit dem Italiener Andrea Arnaboldi schon fest planen, während ein halbes Dutzend der Gladbacher Kadermitglieder noch auf ATP-Turnieren aktiv war. Und die Topspieler Philipp Kohlschreiber, Albert Ramos und Ricardas Berankis stehen auf jeden Fall nicht zur Verfügung.

"Die Freitags-Spieltage sind für die Planungen immer besonders problematisch, aber das betrifft alle Mannschaften", sagt Schmidt. In Halle und Düsseldorf bekommen es seine Spieler auf jeden Fall mit zwei heimstarken Mannschaften zu tun, die auf eigener Anlage bislang zu überzeugen wussten. "Gerade wenn es in den Match-Tiebreak geht, kann der Heimvorteil durch die Anfeuerung des heimischen Publikums schon eine Rolle spielen", sagt Schmidt. Zumindest Halle wird allerdings auch unter Druck stehen, soll es noch etwas mit der Titelverteidigung werden. Der GHTC kann da als Spitzenreiter schon entspannter an die Aufgaben herangehen. "Wir wollen die letzten vier Spieltage einfach genießen", sagt Schmidt.

Quelle: RP
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