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Lokalsport
GHTC: Wunschziel klar verpasst und ein Eckenproblem erkannt

Hockey. Philipp Heymanns hatte ein "Wunschziel" für das Wochenende. Vier Punkte, so hoffte der Trainer des Zweitligisten Gladbacher HTC, würde sein Team einsammeln bei den vergleichsweise kurzen Dienstreisen zunächst zum Bonner THV und dann zu Schwarz-Weiß Köln. Beide Gegner sind weiter unten in der Tabelle ansässig. Doch am Ende des gestrigen Sonntags war Heymanns so gar nicht zufrieden mit dem, was passiert war. Nur einen Punkt gab es: Zunächst ein 2:2 in Bonn am Samstag, dem ein sonntägliches 1:2 in Köln folgte. Von Karsten Kellermann

Ein Malus von drei Punkten also gab es in der realen Bilanz im Gegensatz zur erhofften, und das Manko beider Spiele hatte Heymanns schnell ausgemacht: die Bilanz bei den kurzen Ecken. Elf (!) erwirtschaftete sich sein Team insgesamt, allein sieben davon in Bonn. Den Weg ins Tor fand in der Bundesstadt keine. Da zudem "sechs, sieben Großchancen", die der Trainer gezählt hatte, ungenutzt blieben, endete das Spiel, das weitgehend eines auf das Bonner Tor war, unentschieden. Bonn war im Vergleich zu den Gladbachern ein Ausbund an Effektivität. "Wir haben in 70 Minuten zwei Schüsse zugelassen, beide waren drin", sagte Heymanns. So führte Bonn 2:0. Immerhin verhinderten Florian Jansen, der einen Siebenmeter verwandelte (60.), und Paul Tenkhoff (66.) im Schlussspurt noch die Niederlage. "Trotzdem sind es zwei verlorene Punkte. Wir sind selten so dominant gewesen, uns hat aber die letzte Konsequenz gefehlt", sagte Heymanns.

In Köln war das Ecken-Verhältnis weit besser. Vier arbeitete der GHTC heraus, eine davon nutzte Paul Tenkhoff zum zwischenzeitlichen 1:1. Nach der Pause entschied Köln das "ausgeglichene Spiel" (Heymanns) dann für sich. Wie in Bonn hatte der GHTC noch eine kurze Ecke am Schluss, doch hier wie da wurde das Tor verpasst - und damit die Chance, des Trainers Wunsch-Ausbeute zu erwirtschaften. Dessen Konsequenz: "Wir werden die Ecken im Training in den Fokus rücken, es wird auch eine Extraeinheit geben", kündigte er an. So will er das Eckenproblem seines Teams lösen.

Während also die Männer des GHTC zweimal der vermeintlichen Favoritenrolle nicht gerecht werden konnten, machten es ihnen die vereinseigenen Regionalliga-Frauen vor: Gegen den Tabellenletzten Rot-Weiß Velbert gab es ein eindeutiges 6:0, bei dem schon zur Pause alles geklärt war, denn da stand es 4:0. Silke Ungricht und Lena Froneberg schossen jeweils zwei Tore, eines erzielte Nina Starck - und eines Laura Kandt. Sie und Sabrina Binder wurden angesichts der dünnen Personaldecke (sechs Spielerinnen fehlen) kurzfristig reaktiviert. Beide sind noch gemeldet, haben sich aber eigentlich vom Spielbetrieb zurückgezogen. "Sie haben uns sehr geholfen", sagte Trainer Achim Krauß, dessen Team Platz eins festigte, da Konkurrent RTHC Leverkusen in Essen 1:2 verlor. "Trotz der personellen Situation läuft es sehr gut für uns, jede Spielerin, die reinkommt, hat richtig Lust, der Teamgeist ist klasse", sagte Krauß.

Quelle: RP
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