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Lokalsport
Giesenkirchen tritt heute in der Grotenburg an

Fussball. Der Bezirksligist ist im Niederrheinpokal Gast des Regionalligisten KFC Uerdingen. Das Heimrecht wurde getauscht. Von Kurt Theuerzeit

Nostalgische Bundesliga-Atmosphäre darf Giesenkirchen heute Abend genießen. Im Niederrheinpokal tritt der Bezirksligist um 19.30 Uhr in der Krefelder Grotenburg beim KFC Uerdingen an. Dort kämpfte in längst vergangenen Zeiten Bayer Uerdingen um Bundesligapunkte, lieferte sogar Europapokalspiele ab, die in die Fußballgeschichte eingingen wie der 7:3-Sieg 1986 gegen Dynamo Dresden.

"Es ist schon etwas ganz Besonderes dort zu spielen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Jeweils zweimal habe ich in der Grotenburg mit dem MSV Duisburg und dem 1. FC Viersen dort gespielt. Das erlebt man nicht alle Tage. So wird es auch meinen Spielern ergehen", sagt Giesenkirchens Trainer Volker Hansen. Für ihn ist es das Pflicht-Spiel-Debüt, für fast alle Giesenkirchener das Debüt auf dieser bereits erhöhten Pokalebene.

Nur Torwart Peter Dreßen hatte bisher schon dieses Vergnügen und dürfte sich sicherlich nicht über nicht hinreichende Beschäftigung am Abend beklagen. "Wir alle müssen dafür sorgen, dass er nicht unter Dauerbeschuss steht. Er wird aber sicher für uns wieder ein großer Rückhalt sein. Auf jeden Fall wird es für uns alle ein großes Erlebnis werden. Das haben sich die Jungs verdient", sagt Hansen.

Eigentlich hätte Giesenkirchen Heimrecht gehabt. Allerdings wäre dann die Partie als Risikospiel eingestuft worden und hätte den Bezirksligisten mit den einzuhaltenden Sicherheitsvorschriften logistisch und finanziell überfordert. Giesenkirchen hat nun weniger Arbeit und Verantwortung, dafür vielleicht ein wenig mehr Geld in der Kasse.

In Uerdingen ist auf jeden Fall mit einem größeren Zuschauerinteresse zu rechnen. Zudem dürfte der Regionalligist Giesenkirchen den Verzicht auf das Heimrecht mit dem einen oder anderen Euro entgelten. Sportlich hat KFC-Trainer Trainer Michael Wiesinger angekündigt, in dieser Partie eher Akteuren, die in den ersten beiden Regionalligapartien weniger zum Einsatz kamen, Spielpraxis zu gewähren.

Giesenkirchen ist nur wenige Tage später wieder mit dem ersten Meisterschaftsspiel gefordert. Samstag ist um 18.30 Uhr Neuling Rheydter Spielverein der Gegner. "Das ist sicher ein wenig unglücklich, aber ich bin sicher, dass die Mannschaft die Belastung verkraften kann", ist sich Hansen sicher.

Quelle: RP
 
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