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Lokalsport
Giesenkirchen winkt die Spitze

Fussball. Mit einem Sieg gegen die TSF Bracht kann die DJK die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga übernehmen. Helfen kann dabei ein Grenzland-Experte. Von Kurt Theuerzeit

Was macht der lange Schlaks dort auf dem Platz? Elegant sehen die Bewegungen nicht unbedingt aus. Dann scheint er mit sich und seiner Umgebung unzufrieden zu sein. Er ist ständig in Bewegung, auch verbal. Doch plötzlich ist er da, um seine Mannschaft mit einem Pass oder einem Tor auf die Siegerstraße zu bringen.

Marcel Brinschwitz wollte eigentlich schon gar nicht mehr auf dem Fußballplatz stehen. Da war er 31 Jahre alt, hatte lange Jahre für Waldniel gespielt und mit den VSF Amern schließlich den Aufstieg in die Landesliga geschafft. Aber sein Cousin Daniel Saleh überredete ihn, mit ihm nach Giesenkirchen zu wechseln. "Das sollte nur ein Jahr werden. Er war dort Trainer geworden und ich wollte ihn dabei unterstützen", sagt der inzwischen 34-Jährige. "Drei Jahre sind es geworden, weil wir eine tolle Mannschaft haben, es sehr viel Spaß macht und wir in die Bezirksliga aufgestiegen sind", sagt Marcel Brinschwitz, der immerhin aus dem Grenzland anreisen muss.

Dort kennt er sich bestens aus und weiß auch, was am Samstag auf ihn zukommt: "Die Brachter sind laufstark, suchen den Zweikampf und sind sehr robust. Da muss bei uns schon die Einstellung stimmen, so dass wir über unsere spielerischen Qualitäten zum Erfolg kommen."

Und dieser Erfolg könnte Giesenkirchen zumindest für 21 Stunden die Tabellenführung bescheren, denn die Partie gegen Bracht wird bereits am Samstag um 16 Uhr angepfiffen. Erster könnte Giesenkirchen sogar bleiben, wenn es tags darauf zwischen St. Tönis und Tönisberg im Spitzenspiel keinen Sieger gibt. Auf jeden Fall wird Giesenkirchen bei einem Heimsieg den zweiten Platz erobern. "Die Chance ist schon Motivation. Es wäre schön, dort oben zu stehen, aber wichtiger ist, wo wir am Ende stehen werden. Ich traue uns zu, dass wir durchaus in der Spitzengruppe bleiben können", sagt Brinschwitz.

Trainer Saleh ist die frühe Spitzenposition fast ein wenig unangenehm: "Wir haben schon mit unserem Aufstieg viel geleistet. Natürlich bin ich auch ehrgeizig, aber ich halte auch gerne den Ball flach. Bracht wird schon ein unangenehmer Gegner werden. Da werden wir 90 Minuten arbeiten müssen. Natürlich würden wir nur ungern gegen Bracht Punkte abgeben." Das gilt besonders für Brinschwitz, denn dessen Verwandte wohnen in Bracht, so dass sein Ehrgeiz besonders ausgeprägt sein dürfte.

Zu Fuß gehen können am Sonntag die Spieler von Blau-Weiß Meer zum Bezirksliga-Derby bei der FC-Reserve, denn sie brauchen nur die Straße zu überqueren und sind schon auf des Gegners Platz. Das wird allerdings der leichtere Teil des Fußballsonntags für sie werden, denn der FC ist der klare Favorit. FC-Trainer Manuel Moreira wird auf seinen ehemaligen Co-Trainer Erhan Kuralay treffen, der inzwischen Meer trainiert. Für hinreichend Spannung und Ehrgeiz ist also gesorgt. Lürrip hofft, im Heimspiel gegen Wachtendonk wieder einige Spieler, die verletzt waren, einsetzen zu können.

Quelle: RP
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