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Gladbacher HTC wacht in Hamburg spät auf

Lokalsport: Gladbacher HTC wacht in Hamburg spät auf
GHTC-Trainer Philipp Heymanns hatte nach dem 3:3 gegen Heimfeld eine klare Meinung: "Wir haben die erste Halbzeit völlig verpennt." FOTO: Wiechmann
Hockey. Der Hockey-Zweitligist wusste nach dem 3:3 bei der TG Heimfeld nicht so recht, ob er sich darüber freuen soll. Von Tobias Knüfermann

Der Gladbacher HTC ist mit einem Punkt von seiner ersten Auswärtsreise aus Hamburg zurückgekehrt. Bei der TG Heimfeld erkämpfte er sich in der 2. Hockey-Bundesliga nach einem Kraftakt ein 3:3 (0:1)-Unentschieden, wusste allerdings nach Spielschluss nicht so recht, ob er sich darüber freuen sollte. Im Hamburger Süden lagen die Gladbacher zwischenzeitlich 0:3 zurück und mussten gleich zum Start eine ordentliche Moral auspacken. Das gelang dafür beeindruckend gut. Trainer Philipp Heymanns war zweigeteilter Meinung: "Wir sind ziemlich gut ins Spiel zurückgekommen, aber insgesamt einfach viel zu spät. Meine Erwartungshaltung ist nicht die, dass wir erst nach klarem Rückstand gutes Hockey zeigen. Hätten wir von Beginn an so konsequent gespielt, wäre mehr drin gewesen. So müssen wir mit dem Punkt wahrscheinlich zufrieden sein."

Der sowieso schon rutschige Kunstrasen der Heimfelder war durch viel Regen während des Spiels noch schwerer zu bespielen als gewohnt. Die Hausherren hatten damit sichtbar weniger Probleme und wirkten zudem zielstrebiger. Dazu kam, dass der GHTC in den beiden ersten Vierteln aber auch gar nichts zustandebrachte und mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Kabine musste. Coach Heymanns hatte dazu eine klare Meinung und machte das seinem Team deutlich:"Wir haben die erste Halbzeit völlig verpennt."

Auch nach dem Seitenwechsel lief zunächst alles gegen der GHTC, der schnell die Gegentreffer zwei und drei (32./36. Minute) hinnehmen musste. Doch offenbar hatte das eine gewisse Wachmacher-Wirkung. Mit einer direkt verwandelten Strafecke (37.) und einem Siebenmeter (42.) stellte Rückkehrer Florian Jansen den Anschluss her. Jansen war auch indirekt am Ausgleichstreffer beteiligt. "Ömcken", wie er von seinen Mitspielern liebevoll gerufen wird, saß eine Zeitstrafe ab, so dass die Gladbacher einige Minuten in Unterzahl agieren mussten. Trainer Heymanns reagierte darauf mit der taktischen Maßnahme, seinen sonst starken Torhüter Kay von der Forst zugunsten eines weiteren Feldspielers zu tauschen. Und das zahlte sich aus. Mit der vierten Strafecke konnte Leon Johenneken (57.) das 3:3 erzielen, auch wenn die Ausführung der Ecke alle anderes als optimal verlief, wie Heymanns erklärte: "Unsere Eckenschützen saßen alle draußen, wodurch es eine echte Wurschtel-Ecke war. Ich habe keine Ahnung wie, aber der Ball ist irgendwie über die Linie gerollt."

Am kommenden Wochenende steht für die Gladbacher Herren das erste Doppelwochenende auf dem Programm. Am Samstag geht es um 16 Uhr gegen den Großflottbeker THGC aus Hamburg, am Sonntag ist um 13 Uhr der erste Aufstiegsaspirant Hamburger Polo Club zu Gast.

Quelle: RP
 
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