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Thorsten Lippold
"Haben bewiesen, dass wir es können"

Mönchengladbach. Der FC-Stürmer spricht über seine Verletzung, das Schwächeln des Teams und das Ziel Aufstieg.

fussball Als Thorsten Lippold am 2. März zum Training erschien, war für ihn und den Landesligisten 1. FC Mönchengladbach die Welt noch in Ordnung. Doch dann verletzte sich der Torjäger während des Trainings an der Schulter und fällt seitdem aus. Inzwischen ist Kleve Spitzenreiter, und der FC hat sein Punktepolster aufgebraucht.

Wie haben Sie diese letzten Wochen erlebt?

Lippold Das hat Nerven gekostet, war einfach kräfteraubend. Ich konnte nicht arbeiten, musste ständig zu Ärzten. Da wird man leicht ungeduldig und denkt ständig darüber nach, ob man diese Verletzung hätte vermeiden können. Man ist enttäuscht und kann vor allem den Jungs nicht helfen.

Es fällt auf, dass der FC seit dieser Zeit schwächelt. Haben Sie dafür Erklärungen?

Lippold Natürlich haben wir das gegen Kleve sehr gut gemacht. Es war der erste Sieg gegen diesen Gegner. Wir müssen also sehr viel in der Vorbereitung richtig gemacht haben. Dann folgte das 1:4 in St. Tönis. Da fehlte nicht nur ich, sondern mit Patrick Scheulen, Frederik Verlinden und Jan Eckhardt erfahrene Spieler. Es waren Umstellungen erforderlich. Das Durchschnittsalter der Mannschaft hatte sich plötzlich auf 20,4 Jahre reduziert. Zuvor war schon die Trainingswoche nicht berauschend gewesen. Das sah dann gegen Straelen beim 4:0 direkt besser aus, als Verlinden und Eckhardt wieder dabei waren.

Aber das 1:1-Unentschieden beim Tabellenletzten Moers am vorigen Sonntag war sicher auch nicht so geplant.

Lippold Da konnte man sehen, dass der Mannschaft die Erfahrung fehlt. Da muss man auch mal den Ball geduldig laufen lassen, auf seine Chance warten und nicht aus dem Halbfeld Bälle in den Strafraum schlagen, die leicht abzuwehren sind und zu Kontern führen.

Der schöne Punktevorsprung ist verloren. Kommt der FC noch einmal in die Spur?

Lippold Wir haben ja bewiesen, dass wir es können, vor allem gegen starke Gegner. Wir müssen das, was schief gegangen ist, in Ruhe analysieren, besprechen und uns dann steigern. Auf jeden Fall wird eine Leistung wie in Moers nicht reichen, um nachher ganz oben zu landen. Aber das wollen wir alle noch immer.

Allerdings hat der FC schon am Sonntag mit einem sehr unangenehmen Gegner zu tun, dem 1. FC Viersen. Das Hinspiel wurde recht glücklich gewonnen.

Lippold Wir haben ein Heimspiel. Bisher haben wir zu Hause noch nicht verloren. Das sollte auch so bleiben, obwohl Viersen ein harter Brocken ist. Der Tabellenrang zählt da gar nichts, denn fast alle Klubs liegen bei den Punkten dicht zusammen. Für uns ist der Druck groß, für unsere Gegner nicht. Die können befreit aufspielen, was uns die Sache nicht leichter macht. Wenn wir aber wieder nach oben wollen, müssen wir gewinnen.

Werden Sie am Sonntag schon wieder dabei sein?

Lippold Ich werde wohl noch ein bis zwei Wochen brauchen. Bisher habe ich nicht am Mannschaftstraining teilgenommen und will auch nichts riskieren. Ich kann der Mannschaft mit nur 60 Prozent Fitness nicht weiterhelfen, sondern muss 100 Prozent erreichen.

Steigen Sie auf?

Lippold Wir werden alles Mögliche tun, um dieses Ziel zu erreichen.

KURT THEUERZEIT SPRACH MIT THORSTEN LIPPOLD

Quelle: RP
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