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Lokalsport
Holt-Siegerin verläuft sich kurz

Leichtathletik. Über 300 Teilnehmer liefen, joggten, walkten und wanderten beim 41. Internationalen Herbstlauf des TV Einigkeit Holt bei ungewöhnlich schwül-warmer Witterung durch den Hardter Wald. Für die anschließend schnelle Herausgabe der Urkunden sind die Holter mittlerweile bekannt. "So schnell können wir gar nicht duschen", meinte ein Teilnehmer schmunzelnd. Der 31-jährige Christoph Lohse vom Bunert-Running-Team gewann das Zehn-Kilometer-Rennen überlegen in 34:51 Minuten. M45-Erster Bert Vanwersch (LG Vylen, 36:32) sowie Newcomer Tervel Kurtev (LG Mönchengladbach, 38:16) als Hauptklassensieger lagen auf den Plätzen zwei und drei.

"Bei meinem ersten Start hier ist das gleich der erste Sieg", sagte Lohse. Der ehemalige 1500-Meter-Weltmeisterschaftsteilnehmer, der mit 1:48,75 Minuten über 800 Meter und 3:37,60 über 1500 Meter zu Buche steht, meinte zur Holter Strecke: "Die Feld- und Waldwege waren durch Matsch und Laub nicht einfach zu laufen. Trotzdem war es ein schöner Herbstlauf. Für mich war es sozusagen der Einstieg in die Crosssaison." Seine Freundin Martine Nobili (Bunert-Running-Team) lief als überlegene Siegerin der Frauen auf gleichlanger Distanz 39:02. "Ich hatte erst tags vorher spontan entschieden, hier zu laufen und bin dafür extra aus Luxemburg angereist." Die luxemburgische Meisterin hatte sich gar auf der Strecke verlaufen: "Das war ein kleines Missverständnis mit einem Streckenposten. Das war nicht so schlimm. Ich hatte noch genug Reserven", sagte sie. Die brauchte sie nicht einzusetzen. Die B-Jugendsieger Jill Bernitz (46:34) und W50-Seniorin Ruth Lönes (47:15, LAZ) belegten weit abgeschlagen die Plätze zwei und drei.

Im Halbmarathonlauf wiederholte der aus Nürnberg kommende Timo Gieck im Trikot des TV Coburg den Vorjahressieg in 1:15:49 Stunden. "Ich freue mich gleich auf das Bundesligaspiel Borussia gegen Ingolstadt", sagte der Borussen-Fan. Als Drittplatzierter verblüffte Hermann-Josef Stefes (LGM, 1:23:11), der auch als Geher stark ist: "Für mich ist der Halbmarathon sehr lang und eigentlich ungewöhnlich. Ich will darüber ein Gefühl für 20 Kilometer Gehen entwickeln, das ich im 2016 angehen will."

Der Lauftreff Volksgarten war gleich mit 25 Aktiven dabei. Aus seinen Reihen ragten die starken 1:26,27 Stunden der souveränen Siegerin Andrea Pfister heraus. Die aus Schelsen kommende Läuferin trainiert seit anderthalb Jahren intensiv. "Früher ist sie mit mir nur am Sonntagmorgen mitgelaufen", erzählte ihr Vater Wilfried Pfister.

(off)
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