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Lokalsport
Holthausen bliebt als Entwickler

Fussball. Der Trainer will nach dem Abstieg mit jungen Talenten weitermachen. Von Kurt Theuerzeit

Neuwerks Sportlicher Leiter Peter Surujun war einen Tag nach der 2:3-Niederlage in Willich und dem damit verbundenen Abstieg der Sportfreunde Neuwerk in die Kreisliga A etwas nervös. "An den Gerüchten, dass unser Trainer Michael Holthausen nicht mehr zur Verfügung steht, ist nichts dran. Ich weiß nicht, wer so etwas in die Welt setzt", gesteht Surujun jetzt. Hätte er gleich seinen Trainer gefragt, hätte er eine klare Antwort bekommen. "Ich habe für die kommende Saison zugesagt, egal in welcher Klasse wir spielen. Darüber braucht man nicht zu spekulieren", sagt Holthausen.

Ebenso klare Worte findet er bei der Ursachenforschung zum Abstieg: "Ich hatte damit schon länger gerechnet. Die Tendenz ging in den letzten Wochen immer weiter nach unten. Wichtige Stützen fielen über Wochen aus. Die jungen Talente, die wir zweifellos haben, wurden damit nicht fertig. Sie haben den Kampf nicht angenommen. Das ist kein Vorwurf, sondern nur eine Begründung, warum uns schließlich nur ganz wenig für den Klassenerhalt fehlte. Um das Wenige zu realisieren, haben wir viele Chancen vergeben", analysierte Holthausen.

Der Abstieg passt ihm zwar nicht, aber er hat seinen Blick schon wieder nach vorne gerichtet. Für ihn ist die Kreisliga A die Spielklasse, in der sich die junge Mannschaft allmählich steigern kann. "Das wird nicht direkt gelingen, denn dort spielen Klubs, die sicherlich in der kommenden Saison stärker als wir einzuschätzen sind. Wir wollen mit jungen Talenten weitermachen und sie und den Verein entwickeln", sagt Holthausen.

Dafür hat er bereits die richtigen Spieler im Kader. Einige Kicker werden von anderen Klubs gelockt, aber sie haben nach dem Abstieg noch einmal nachdrücklich bestätigt, dass sie bei den Sportfreunden bleiben werden. "Wir werden aus diesem Jahr lernen, wollen aber weiter Spaß beim Fußball haben und vernünftig arbeiten. Dann wird sich irgendwann auch wieder der Erfolg einstellen", ist sich Holthausen sicher.

Zwei Neuzugänge können die Sportfreunde bereits für die kommende Spielzeit präsentieren. Aus Neersbroich kommt Tim Heymanns. Mit 21 Jahren ist er natürlich ein junger Spieler. Heymanns soll die Offensive verstärken. Für den Defensivbereich kommt vom VfB Korschenbroich Bastian Schroers. "Wir blicken nun nicht mehr zurück, sondern mit viel Optimismus nach vorne, müssen aber in der kommenden Saison nicht unbedingt Bäume ausreißen", sagt Michael Holthausen.

Quelle: RP
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