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Lokalsport
Holthausen hält Zufriedenheit in Neuwerk an kurzer Leine

Fussball. Die innere Zufriedenheit hat keine Chance, bei Michael Holthausen nach außen zu dringen. Da bleibt Neuwerks Trainer eher skeptisch, zurückhaltend, vorsichtig, obwohl er in kurzer Zeit die Sportfreunde von einem sicheren Abstiegskandidaten zu einem Bezirksligisten geformt hat, der vielleicht schon bald nicht mehr um den Klassenerhalt bangen muss.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn Holthausen im Hinblick auf die weitere Saison trotzdem sagt: "Wir stecken noch extrem im Abstiegskampf." Damit hat er natürlich von der Tabelle her Recht, aber die zuletzt gezeigten Leistungen dürfen eben schon zu einem guten Maß an Optimismus berechtigen. Ob seine junge Truppe nach diesen Erfolgen nicht abhebt, wird sich in den ersten Meisterschaftsspielen in diesem Jahr zeigen.

Dreimal in Folge müssen die Sportfreunde auswärts antreten, zweimal handelt es sich um starke Gegner. Schon in der ersten Partie in Uedesheim werden die Neuwerker gefordert sein. Immerhin können sie auf eine sehr gute Vorbereitung und gute Ergebnisse in den Testspielen zurückblicken. Zudem hat Holthausen in Torwart Fabian Münten (Odenkichen), Michael Nelißen, (FC-Reserve) und Yannik Richter (VfR Fischeln) junge Spieler geholt, die in der Lage sind, das vorhandene Potenzial zu optimieren.

Dann stellt Holthausen seinen Zweckpessimismus doch noch ein wenig in die Ecke: "Natürlich sind wir auch gut. Das waren wir schon in der Hinrunde. Wir haben uns stabilisiert, die Positionen sind mehrfach besetzt, und wir haben unser Spielsystem gefestigt. Deshalb fahre ich auch nicht nach Uedesheim, um mit Trainerkollege Guido Kopp Karten zu spielen", sagt er. Allerdings denkt er auch direkt wieder daran, dass seine Mannschaft noch sehr jung ist und lernen muss, auch Rückschläge zu verarbeiten. Wenn die Sportfreunde meist Freude haben, dürfte das nicht schwierig sein.

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