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Hombach wirft sich mit Weltrekord zur Weltmeisterin

Lokalsport: Hombach wirft sich mit Weltrekord zur Weltmeisterin
Claudia Hombach FOTO: Privat/Transdiaev
Leichtathletik. Vor vier Jahren spendete ihre Schwester der heute 45-Jährigen einen Teil ihrer Leber. So startete sie bei den World-Transplant-Games. Von Paul Offermanns

Die Mönchengladbacherin Claudia Hombach hat bei den World-Transplant-Games - ihre Schwester spendete ihr vor vier Jahren einen Teil ihrer Leber - im spanischen Málaga die Goldmedaille im Speerwurf gewonnen. Das hatte sich die frischgebackene 45-jährige Weltmeisterin, die der deutschen Mannschaft mit 60 Athleten angehörte und deren WM-Teilnahme das Bundesministerium unterstützte, nicht träumen lassen: Ihr Goldwurf von 21,73 Metern bedeutet zugleich Weltrekord in ihrer Altersklasse. Sie warf in diesem Jahre aber schon 24,84 Meter weit als Nordrhein-Vizemeisterin der über 45-Jährigen. Die Weite zählt aber nicht, weil nur ihre Werte bei der Weltmeisterschaft anerkannt werden.

Vor vier Jahren lag die Maschinenbautechnikerin noch todkrank im Krankenhaus, die Organspende ihrer Schwester rettete ihr das Leben. Claudia Hombach freute es besonders, dass ihre Schwester sie zur Weltmeisterschaft begleitete. In diesem Jahr nahmen auch erstmals Menschen an den World-Transplant Games teil, die das Leben eines anderen durch eine Lebendspende gerettet haben. Möglich ist das durch die Spende einer Niere oder eines Teils der Leber. Die Teilnahme dieser Spender an den Weltmeisterschaften ist besonderer Ausdruck der Verbundenheit.

Neben der Goldmedaille holte Hombach auch noch die Silbermedaille im Ballwurf mit 33 Metern und kam so mit zwei WM-Medaillen nach Hause. Darüber freute sich ihre Heimtrainerin Ursula Thirtey, die einst selber eine sehr erfolgreiche Speerwerferin bis zur Deutschen Spitze war: "Wir investierten für den Erfolg viel Zeit. Ihr Trainingsfleiß zahlte sich nun aus." Auch Hombachs Verein, die LG Mönchengladbach, ist stolz auf ihre Athletin und diesen Erfolg.

Mehr als 2300 Teilnehmer aller Altersgruppen kämpften in Málaga eine Woche lang um Medaillen. Sie kamen aus 55 Ländern der ganzen Welt und sind herz-, lungen-, nieren-, leber-, dünndarm- oder knochenmarktransplantiert. Es wurden Wettkämpfe im Schwimmen, Radfahren, Tennis, Tischtennis, Badminton, Volleyball sowie im Golf, in den Kerndisziplinen der Leichtathletik einschließlich eines Straßenlaufs von fünf Kilometern und in Pétanque, Kegeln und Darts fanden statt. Die World-Transplant-Games finden alle zwei Jahre statt.

Quelle: RP
 
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