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Houbens Paukenschlag zum Saisonende

Lokalsport: Houbens Paukenschlag zum Saisonende
Da staunt FC-Spieler Drilon Istrefi (gelbes Trikot): Danny Rankl hat für den KFC das 3:0 erzielt, Mitspieler Tobias Gerstmann gratuliert kraftvoll. FOTO: Thomas Lammertz
Fussball-Oberliga. Beim abschließenden 0:5 in Uerdingen zeigt der FC noch einmal, warum er letztlich absteigen muss. Wie begrenzt die finanziellen Mittel im Vergleich zur Konkurrenz waren, legt der Trainer dann mal offen. Von Kurt Theuerzeit

Den Abschied aus der Oberliga hätten sich Trainerteam und Spieler des FC sicherlich ein wenig besser vorgestellt. Wieder, wie in den vergangenen Wochen so häufig, war der Kader zwar quantitativ zufriedenstellend, aber qualitativ für diese Spielklasse viel zu schwach besetzt. Einzig die Tatsache, in einem ehemaligen Bundesligastadion zu spielen, mag für die FC-Spieler noch mal ein Vergüngen gewesen sein. An die folgenden 90 Minuten, die schließlich mit einem 0:5 in Uerdingen endeten, wird man sich dagegen wohl nur ungern erinnern. Trainer Stephan Houben fand in der Pressekonferenz schließlich kritische Worte.

Ihn ärgerte vor allem, dass es für das Trainerteam und die Spieler, die den Klub verlassen, keine adäquate Verabschiedung gegeben hatte. Das war zu Spielbeginn bei den Gastgebern völlig anders verlaufen. Immerhin hatte Houben dann bei der Pressekonferenz sehr viel Lob für seine Spieler bereit: "Wir haben diese Saison mit 52.000 Euro geplant, im Winter reduziert und nur 34.500 Euro ausgegeben. Wenn die Spieler auf dieser Basis 33 Punkte holen, ist das eine herausragende Leistung", sagte er. Zum Vergleich: Uerdingen und Meister Wuppertal sollen über einen hohen sechsstelligen Etat verfügt haben.

Allerdings war dann die Leistung in der Grotenburg nicht mehr ganz so herausragend. Bereits nach 20 Minuten lagen die Gäste mit 0:2 hoffnungslos zurück. Das lag nicht zuletzt an der Tatsache, dass notgedrungen Spieler auf Positionen spielen mussten, für die sei eigentlich nicht besonders geeignet sind. Jedenfalls sorgte der schnelle Rückstand dafür, dass dem FC Ideen, fußballerisches Geschick und schließlich auch die Puste ausgingen. "Nach einer solchen Saison waren viele am Ende ihrer Kräfte. Da war dann gegen einen solch starken Gegner nicht mehr drin", nahm Houben seine Spieler in Schutz, die ihrerseits nun zahlreich den Verein verlassen werden.

Sah es noch zur Pause nach einem weiteren Desaster für den FC aus, hielt man mit zwei weiteren Gegentreffern die Niederlage noch in Grenzen. Allerdings machten die Gastgeber auch nicht mehr so viel Druck wie in der Anfangsphase. Für Trainer und einige Spieler gab es nach der Rückkehr in Gladbach dann noch einen versöhnlichen Abschluss. Das Trainer-Team hatte mit einigen Spielern zur Party eingeladen und hielt für die Anwesenden Überraschungs-Geschenke bereit.

Nach der kraftraubenden Saison gönnen sich die Spieler erholsame Wochen, bevor sie bei ihren neuen Vereinen ihr Glück suchen. Mit dem Trainerduo Houben/Khaled Daftari wird der FC auf jeden Fall in der neuen Saison wieder Kontakt haben, wenn man in der Landesliga gegen den SV Straelen spielt, zu dem die Trainer dann ja gewechselt sind.

1.FC: Kultscher (40., Dreßen) - Verlinden, Uslucan, Czempik - Mehlich, Lekaj - Istrefi, Lippold, Klein - Zentsch (46., Fehlauer), Ayan (77., Kuznik). Tore: 1:0 Schmidt (18.), 2:0 Ellguth (20.), 3:0 Rankl (34.), 4:0 Kubo (50.), Popovic (87.) . Zuschauer: 1015.

Quelle: RP
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