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Lokalsport
HSV wacht erst in der zweiten Halbzeit auf

Handball-Landesliga. Rheydter SV verliert zwei Spieler in zehn Minuten.

Die Partie zwischen dem HSV Rheydt und dem ATV Biesel war nicht nur ein Derby, sondern auch das Aufeinandertreffen zweier bis dahin verlustpunktfreier Mannschaften. Im Vorfeld hatte diese Begegnung sicherlich mehr Spannung versprochen, doch letztlich hatte der HSV bei der 18:25 (7:15)-Niederlage nicht den Hauch einer Chance. "Wir brauchen nichts schönreden, die erste Halbzeit war ein Totalausfall", ärgerte sich Trainer Andreas Holthausen. "In der Pause musste ich dann erst einmal Klartext sprechen, um die Mannschaft wieder aufzuwecken. Ich habe von jedem einzelnen Spieler gefordert, Verantwortung zu übernehmen."

Seine markigen Worte fruchteten auch sofort, denn mit fünf Toren in Folge war für die Gastgeber wieder so etwas wie Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Allerdings war diese Aufholjagd auch sehr kräfteraubend, was sich dann in der Schlussphase der Begegnung negativ bemerkbar machte. "Wir hatten uns sehr viel vorgenommen. Mit diesem Ergebnis darf niemand zufrieden sein. An der aggressiven Deckung Biesels haben wir uns immer wieder festgerannt, das muss in den nächsten Spielen deutlich besser werden", betonte Holthausen.

Vor einer enttäuschenden Kulisse von gerade einmal 100 Zuschauern verlor der Rheydter SV gegen den Hülser SV deutlich mit 30:38 (13:15). War die erste Halbzeit noch ausgeglichen, haderten die Gastgeber im zweiten Spielabschnitt mit dem Verletzungspech. Binnen zehn Minuten fielen mit Jan König und Max Kuhlen gleich zwei wichtige Rückraumspieler aus, was die Rheydter enorm schwächte. "Wir müssen nicht mit irgendwelchen Dingen hadern, sondern lernen, die kleineren Fehler zu vermeiden", wollte Trainer Roland König die Ausfälle nicht als Entschuldigung gelten lassen. Herauszuheben sind allerdings Nils König, der alleine 13 Treffer für seine Farben erzielte, und Nico de la Vega, der immerhin noch sieben Mal jubeln durfte.

(kn)
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