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"Ich möchte in die Hallen-Bundesliga aufsteigen"

Mönchengladbach. Der neue GHTC-Trainer Marcus Reifenberg spricht über sein neues Team und seine ambitionierten Ziele.

hockey Marcus Reifenberg ist neuer Herren-Trainer des Gladbacher HTC. Der 30-Jährige übernimmt zur Hallensaison den Job von Philipp Heymanns. RP-Mitarbeiter Tobias Knüfermann sprach mit dem gebürtigen Essener über seinen neuen Verein, die 2. Hockey-Bundesliga, seine gesteckten Ziele und Erwartungen.

Herr Reifenberg, wann ist Ihnen der Gladbacher HTC das erste Mal begegnet?

Reifenberg Schon als junger Hockey-Stöpsel habe ich den GHTC bewundert. Zu meiner Jugendzeit spielten die Gladbacher Herren in der Bundesliga ganz oben mit. Der Verein hat eine lange Tradition, so dass er schon ganz früh für mich ein Begriff war. Im Laufe meiner Spieler- und Trainertätigkeit gab es einige Berührungspunkte. Gerne erinnere ich mich auch an viele Jugendturniere im GHTC. Sowieso ist die weitläufige Anlage mit eigenem Kunstrasen, eigener Halle und eigenem Kraftraum ein echtes Highlight.

Ab sofort haben Sie an der Seitenlinie das Sagen. Wie kam der Kontakt zustande?

Reifenberg Ich arbeite in der Geschäftsstelle des Westdeutschen Hockey-Verbandes tagtäglich mit Hanna Röhrs zusammen. Sie ist beim GHTC Hockey-Koordinatorin und zwangsläufig haben wir über die freie Trainerstelle gesprochen. Gespräche mit Florian Kunz, dem Gladbacher Vorstand, und ein erstes Treffen mit dem Mannschaftsrat, haben gezeigt, dass es zwischen uns passt. Nicht nur sportlich, sondern auch zwischenmenschlich. Wir wollen in die gleiche Richtung.

Bei der Feld-Niederlage gegen Polo Hamburg waren Sie das erste Mal in Gladbach vor Ort. Wie ist Ihr Eindruck von der Mannschaft?

Reifenberg Besonders reizvoll finde ich die Tatsache, dass die Mannschaft überhaupt nicht überaltert ist, aber auch absolut nicht zu jung. Für eine erste Analyse ist es aber noch zu früh. Am Wochenende beginnen wir mit der Vorbereitung. Wir starten damit, dass wir uns alle an einen Tisch setzen. Dabei wird es keinen Monolog von mir geben, sondern ich möchte gemeinsam mit den Jungs definieren, wie wir was erreichen wollen. Eine hohe Eigenverantwortung jedes einzelnen Spielers ist mir dabei sehr wichtig.

Aber Sie werden sich auch eigene Ziele gesetzt haben.

Reifenberg Das ist richtig. Ich möchte in der Halle in die Erste Bundesliga aufsteigen.

Das ist aber mal eine Ansage.

Reifenberg Und die ist auch bewusst so gewählt. Allerdings bin ich mir im Klaren, dass wir vor allem in den beiden Kölner Mannschaften sehr starke Gegner haben.

In den vergangenen zwei Spielzeiten wurde der Aufstieg in der Halle nicht realisiert. Was wollen Sie anders machen?

Reifenberg Erst mal erhoffe ich mir, dass der Trainerwechsel allein zusätzlichen Schwung und Motivation in die Truppe bringt. Ich habe aber nicht den Anspruch, alles auf Links zu drehen. Mein Vorgänger überlässt mir eine gut funktionierende Mannschaft, wo es überhaupt keine verbrannte Erde gibt. Dennoch gibt es sicherlich noch einzelne Punkte und Aspekte, wo man noch mehr Qualität herauskitzeln kann. Das wird meine Aufgabe und die meines Co-Trainers sein. Ich bin sehr froh, dass mir Thomas Krauß mit seiner Erfahrung im Hockey und im GHTC zur Seite steht.

Wegen eines Urlaubs verpassen Sie einen Teil der Vorbereitung. Ist das zum Start nicht suboptimal?

Reifenberg Absolut. Meinen lange geplanten Urlaub nach Indonesien konnte ich jedoch leider nicht mehr verschieben. So wie ich Thomas kennengelernt habe, wird er die Mannschaft aber in den ersten Wochen richtig auf Vordermann bringen und nach meiner Rückkehr werden wir noch ausreichend gemeinsame Einheiten haben.

Quelle: RP
 
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