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Judo
Judokas haben ehrgeizige Ziele

Judo. Die Männer des 1. JC starten heute in die Zweite Bundesliga und möchten aufsteigen. Die Frauen starten am 2. Mai in die Erste Liga. Als Meister der Nord-Staffel wäre für sie die Endrunde um den Titel zum zweiten Mal in Gladbach. Von Sascha Köppen

Bei den Bundesliga-Judokas des 1. JC Mönchengladbach steht der Start in die Bundesliga bevor, bei der Männer-Mannschaft sogar unmittelbar. Heute geht es in der Zweiten Bundesliga in Bottrop los, der erste Heimkampf steht am 30. Mai gegen Bushido Köln auf dem Programm.

"Das Ziel heißt auch in diesem Jahr, weiter oben dabei zu sein und an das Tor zur Ersten Bundesliga zu klopfen", sagt Team-Manager Oliver Zabel. Und für diese Aufgabe dürfte die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Küppers und Team-Coach Vahid Sarlak bestens gerüstet sein. Nahezu der gesamte Kader der vorigen Saison wurde gehalten. "Das umfasst ausdrücklich auch Marc Odenthal, der in den Olympia-Kader berufen wurde. Es ist sicher nicht selbstverständlich, dass er uns da als Zweitliga-Mannschaft weiter die Treue hält", stellt Zabel heraus. Auch Marcel Bizon und Benjamin Bouizgarne, die beide um die Qualifikation zur U21-WM und -EM kämpfen werden, gehen weiter für Gladbach auf die Matte.

Verstärken wird die Mannschaft künftig Arman Araghinavaz, den der JC in nur gut einem Jahr unter eigenen Fittichen zum Deutschen U18-Meister geformt hat. Auch Peer Radtke und Maxime Junghänel gehören in die Fraktion der jungen Wilden. Aus Duisburg stößt Maurice Püchel zum Team, aus Düsseldorf kommt Roman Pogreban, beide als Jahrgang 1997 ebenfalls noch sehr jung. Auch der Pool potenzieller ausländischer Gastkämpfer ist noch einmal gewachsen.

Mit dem Belgier Sami Chouchi kommt bis 73 Kilogramm ein Mann dazu, der bereits World-Cup-Turniere für sich entschieden hat, in der gleichen Klasse kämpft auch der Niederländer Thierno Baldé, Vize-Europameister. Mit Amir Sheikh Hosseini wird die persische Fraktion beim JC weiter ausgebaut, und Michel Verhaegen ist niederländischer Meister bis 90 Kilogramm.

Bei den Frauen ist die Zielsetzung zunächst einmal mit der in den Vorjahren vergleichbar: In der Ersten Bundesliga soll die Endrunde erreicht werden, möglichst als Meister der Nord-Staffel, weil die Endrunde dann zum zweiten Mal in der Jahnhalle ausgetragen werden könnte. "Da wir erstmals für den Europapokal qualifiziert sind, ist ein Hauptziel, die Teilnahme im Dezember irgendwie zu finanzieren", sagt Edda Karlsson, die das Frauen-Team betreut.

Der schmale Grat zwischen Einsparen und Investieren ist also mit Bedacht zu wählen. In puncto Kader sieht es weiter gut aus. Für Schwergewichtlerin Jasmin Külbs, die zu ihrem Heimverein Speyer zurückgekehrt ist, hat sich der JC mit der Bosnierin Larisa Ceric verstärkt, die ihrerseits Külbs bei der Europameisterschaft 2014 besiegte. Der Königstransfer des 1. Judo-Club ist aber sicher Miryam Roper. "Sie ist als WM-Dritte und Olympia-Teilnehmerin derzeit eigentlich das Gesicht des deutschen Judosports", erklärt Karlsson.

2013 belegte sie zudem Platz eins der Weltrangliste der Klasse bis 57 Kilogramm. "Das Paket aus Trainingsbedingungen, dem Umfeld mit Sportmedizin und Rehabilitation sowie unser aufgebautes Image haben das möglich gemacht", fügt Karlsson an. Gut ein Dutzend neuer Kämpferinnen verstärken insgesamt den Pool der Frauen. Die starten am 2. Mai bei Adler Bottrop, bevor gegen den 1. JC Bottrop am 9. Mai der erste Heimkampf folgt.

Quelle: RP
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