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Lokalsport
Jüchens Fehlstart, weil Kleinen für Amern trifft

Fussball-Landesliga. Während die Gastgeber zu keiner Phase zu einem geordneten Spiel finden, steigern sich die VSF nach der Pause, vergeben aber viele Chancen. Von Kurt Theuerzeit

Dominik Kleinen hat den entscheidenden Unterschied zwischen Jüchen und Amern ausgemacht. Er erzielte das Tor des Tages und bescherte damit den Gästen mit dem 1:0-Sieg drei Punkte zum Start. Jüchen bleibt somit auch in der neuen Saison seiner Heimschwäche treu.

Das hatten die Platzherren auf jeden Fall vermeiden wollen. Doch dazu reichten an diesem Tag weder die spielerischen Mittel noch der kollektive Wille und die mannschaftliche Harmonie. Dagegen waren die Gäste schneller auf den Beinen, zeigten deutlich mehr Durchsetzungsvermögen in den Zweikämpfen und wussten gelegentlich auch schon mit einem guten Konterspiel zu überzeugen.

Diese Unterschiede wurde vor allem im zweiten Durchgang deutlich. Vor der Pause waren beide Mannschaften nicht in der Lage, ein geordnetes Zusammenspiel vorzuführen. Beide Torhüter blieben über eine halbe Stunde völlig beschäftigungslos, waren eigentlich überflüssig. Ballverluste am laufenden Band sorgten für Langeweile und Kopfschütteln bei den Zuschauern. Ursache war, dass die ballführenden Spieler meist auf sich allein gestellt waren, weil die Mitspieler eher die Position von Beobachtern bevorzugten.

Doch das änderte sich ein wenig nach einer halben Stunde, zumal Amern plötzlich 1:0 führte. Ein Freistoß landete bei Dominik Kleinen, dessen Kopfball lange unterwegs war und dann im Tor zum 1:0 landete. Es war der vierte Ball in Richtung des Tors von Tom Watolla. Fast im Gegenzug wäre Thorben Schmitt fast das 1:1 gelungen. Doch Nail Mazlumovski Flanke war ein wenig zu hoch.

Ein wenig munterer wurde es nach der Pause, wobei vor allem Amern die Akzente setzte. Michael Busen ließ drei Jüchener aussteigen, doch sein Schuss ging am langen Eck vorbei. Kurz darauf trifft Dominik Bischoff von der Strafraumgrenze mit einem Freistoß den Pfosten.

Diesem weiteren Warnschuss ließ Jüchen ein einziges Mal einen guten Spielzug folgen, bei dem sich Manuel Sousa durchsetzen konnte. Doch sein Abschluss war zu schwach. Danach hätten die Gäste gleich dreimal ihre Führung ausbauen müssen. Dreimal reagierte Tom Watolla indes glänzend und bewahrte Jüchen vor einem Debakel.

"Wir sind noch weit von der Bestform entfernt. In der Defensive haben wir eigentlich ganz gut gestanden, aber vorne fehlte uns jeder Durchschlagskraft. Da fehlte die gegenseitige Unterstützung", sagte Jüchens Trainer Sebastian Muyres. Mittwoch dürfte es für sein Team in Vohwinkel nicht leichter werden.

Wesentlich zufriedener war Kollege Dennis Sobisz: "Wir haben verdient gewonnen, aber leider unsere Chancen zum 2:0 nicht genutzt. Es war ein erster Schritt nach vorne, aber wir haben noch viel Arbeit." Amern hat am Mittwoch (18.30 Uhr) den 1. FC Viersen zu Gast.

Quelle: RP
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