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Lokalsport
Junior Open enden mit deutlichen Finalsiegen

Tennis. Die Luxemburgerin Eleonora Molinaro und der Schweizer Jakub Paul sind die Sieger. Beide wurden bei ihren Final-Spielen kaum gefordert. Von Sebastian Eussem

Die beiden Final-Partien der 8. NRW Junior Open gestern waren mit der Attraktivität der Spiele in der gesamten Turnierwoche am Bunten Garten nicht zu vergleichen: Zu eindeutig und schnell verliefen beide Matches. Den Anfang hatten die Junioren um 13 Uhr gemacht: Hier trafen Jakub Paul und der Brasilianer Matheus Pucinelli de Almeida aufeinander. Die Bedingungen beim Finale waren mit ITF-Schiedsrichtern und Ballkindern aus der vereinseigenen Tennis-Schule der TG Rot-Weiß höchst professionell.

Pucinelli de Almeida schien den besseren Start in die Partie erwischt zu haben: Nach seinem erfolgreichen ersten Aufschlagspiel gab es beim ersten Service des Schweizers gleich die erste Break-Chance für den jungen Mann vom Zuckerhut. Doch dies schien sein Gegenüber als Wecksignal verstanden zu haben: Jakub Paul verteidigte sein Aufschlagsspiel und schaffte anschließend das Break mit einem glänzenden Rückhand-Winner. Danach lief es weiter bestens für den 17-Jährigen aus Chur. Einem souveränen Aufschlagsspiel folgte ein weiteres Break, somit stand es 5:1 für ihn. Er benötigte vier Satzbälle, um den ersten Durchgang zu beenden.

Sein Kontrahent Pucinelli de Almeida hatte in den vorherigen Runden starke Matches absolviert, doch der von vielen Gegnern beschriebene Kampfgeist des Brasilianers kam im zweiten Satz nicht zum Tragen: Er verlor sofort sein erstes Aufschlagspiel. Der auffälligste Unterschied beider Finalisten lag im Return-Spiel: Während Paul mehrere Male mit starken Cross-Returns zum Erfolg kam, kam Pucinelli aufgrund seiner hohen Fehlerquote nie richtig in Schwung: Die Vorentscheidung fiel im dritten Spiel des zweiten Satzes: Paul nutzte seinen einzigen Break-Ball und zog auf 3:1 davon. Danach spielte Jakub Paul die Partie souverän und konzentriert zu Ende. Nach einer Stunde und 15 Minuten hieß es 6:2,6:2.

Francisco Costa, der Trainer des unterlegenen Brasilianers, war mit der Turnierwoche seines Schützlings trotzdem sehr zufrieden: "Sein Gegner hat sehr stark gespielt. Matheus hat zwar viele Fehler gemacht. Es ist trotzdem eine gute Woche für uns", sagte er. Denn am Samstagabend siegte Pucinelli mit seinem Landsmann Joao Lucas Reis da Silva im Doppel-Finale gegen die Schweizer Gabriel Currlin und Jakub Paul.

Paul gelang gestern also die Revanche. "Diese Woche hat sehr viel Spaß gemacht", sagte der Gewinner nach der Siegerehrung und lobte dabei die gute Organisation des Turniers. "Ich habe heute versucht, Druck zu machen und offensiv zu spielen", erklärte er den Schlüssel zum Sieg. Wenn es nach ihm geht, war dies nicht der letzte Auftritt am Bunten Garten: "Ich würde im nächsten Jahr gerne wiederkommen, wenn es in den Terminkalender passt", so sein Wunsch.

Die Geschichte vom anschließenden, aufgrund eines Regen-Schauers leicht verspäteten Juniorinnen-Finals zwischen der Schweizerin Sina Züger und Eleonora Molinaro aus Luxemburg ist schnell erzählt: Die an Nummer eins gesetzte Molinaro siegte nach einem sehr einseitigen Endspiel 6:0,6:1.

Die Enttäuschung bei der unterlegenen Schweizerin war groß, durch tolle Auftritte in den vorherigen Runden hatte sie jedoch gezeigt, dass sie verdient im Finale stand. Doch Eleonora Molinaro war da nicht zu bezwingen: Zu druckvoll, zu variabel war ihr Spiel. Außer einigen Schwächen beim Aufschlag legte sie eine glänzende Vorstellung hin: "Ich bin sehr glücklich und stolz über den Sieg. Auch wenn einige Gegnerinnen ungesetzt waren, haben mich alle sehr gefordert", zog sie Bilanz. Ihr nächstes Ziel sind die US-Open der Juniorinnen im August in New York. In der Doppel-Konkurrenz siegte am Samstag das polnische Duo Falkowska / Rutkowska gegen die dänisch-schweizerische Kombination Dissing Fristam /Tsygourova.

Quelle: RP
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