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Lokalsport
Kampf statt Schönspielerei gefragt

Hockey. Bei aller sachlichen Analyse blieb am vergangenen Sonntag vor allem ein Satz hängen. "Das muss der Wendepunkt in unserer Saison gewesen sein", sagte Trainer Philipp Heymanns nach dem Last-Minute-4:3-Erfolg seines Gladbacher HTC nach zweimaligem Rückstand bei der TG Heimfeld, mit dem der Zweitligist seine Niederlagenserie beendete und dafür sorgte, dass er im Abstiegskampf nicht schon aussichtslos zurückfiel. "Den Spielern ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen, sie haben den Sieg genossen", sagte Heymanns - wohl wissend, dass sein Team damit nur einen ersten Schritt gemacht hat. Von Thomas Grulke

Ein zweiter ganz wichtiger Schritt wäre ein Sieg bei Hannover 78, das direkt vor dem GHTC auf dem ersten Nichtabstiegsrang platziert ist und drei Punkte Vorsprung hat. "Für uns zählen derzeit nur Siege, denn in den kommenden drei Spielen müssen wir die nötigen Punkte holen", fordert Heymanns. Zunächst liegt jedoch der Fokus einzig auf dem letzten Auswärtsspiel der Saison morgen um 15 Uhr - bei einer Mannschaft die zuletzt ein 1:8 und ein 1:11 gegen zwei Teams der oberen Tabellenhälfte kassierte.

"Hannover macht sicherlich gerade keine leichte Phase durch. So ist es zuletzt aufgrund einiger Abgänge sowie Verletzungen mit einem ganz jungen Team angetreten. Doch ich bin mir sicher, dass es gegen uns alles mobilisieren wird", sagt Heymanns, der sich sicher ist, dass seine Mannschaft die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nimmt: "Wir sind nicht in einer Situation, in der wir uns so etwas erlauben können. Es geht nicht um Schönspielerei, wir stellen uns auf einen harten Kampf ein." Diesen muss der GHTC indes ohne einige Stammspieler führen: Leon Johenneken fällt mit einer Kreuzbanddehnung aus, Phillip Jansen mit einem Muskelfaserriss im Hüftbeuger, Elias Trueson mit einem Mittelfußbruch. Und auch hinter dem Einsatz von Andreas Menke steht noch ein Fragezeichen.

Die GHTC-Damen werden am Sonntag (15 Uhr) bei Uhlenhorst Mülheim II auf Marie Schmid und Charlotte Lang verzichten. "Da fehlen uns schon zwei Stützen, die über viel Regionalliga-Erfahrung verfügen und beim 4:2 gegen den DSD zusammen drei Tore erzielt haben. Aber wir haben einen breiten Kader und werden das auffangen", sagt Trainer Achim Krauß, der in Mülheim mit einer ähnlich schweren Aufgabe wie am vorigen Sonntag gegen Düsseldorf rechnet. "Das wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe, das über den Kampf und die Einstellung gewonnen werden muss. Und wenn der Einsatz stimmt, kommt auch unser spielerisches Potenzial zur Geltung", sagt Krauß.

Quelle: RP
 
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