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Lokalsport
Komor trauert zwölf Punkten nach

Fussball. Sind die heimischen Landesligisten noch zu retten? Oder sind die Burschen, die Tore schießen oder verhindern sollen, einfach zu Grün hinter den Ohren, um in dieser Liga bestehen zu können? Nimmt man zu den beiden Klubs aus Mönchengladbach (FC und Odenkirchen) noch den 1. FC Viersen dazu und wegen der räumlichen Nähe auch den VfL Jüchen, dann handelt es sich um ein Quartett, das sich ungewollt um einen Abstiegs- und den Relegationsplatz streitet, der vielleicht noch ein wenig Rettungshoffnung sichert. Von Kurt Theuerzeit

In drei Fällen ist sicherlich jugendlicher Schwung und fußballerisches Potenzial vorhanden, aber ebenso jugendlicher Leichtsinn und Unerfahrenheit. Dabei spielt die Kondition bei diesem Trio kaum eine Rolle, denn die Trainer Kemal Kuc (Odenkirchen), Marcel Winkens (1. FC) und Willi Kehrberg (1. FC Viersen) sind dafür bekannt, dass ihre Mannschaften konditionell immer auf der Höhe sind.

Es dürfte vielmehr das Alter und damit verbunden eine Kopf- und Erfahrungssache der Grund für verpasste Punkte sein. Der FC (22,45 Durchschnittsalter) und Odenkirchen (23,64) spielten gegen die cleveren Monheimer lange ausgezeichnet mit, um dann jeweils in den Schlussminuten deutlich unterzugehen. Odenkirchen ließ gegen vier direkte Konkurrenten zwölf Punkte liegen. "Hätten wir die, wären wir jetzt völlig sorgenfrei", sagt Mathias Komor, der Sportliche Leiter des Klubs. Der FC vergab nach einem 2:0-Vorsprung zur Pause gegen Jüchen (25,38) einen sicher geglaubten Sieg und musste sich mit einem Remis begnügen.

In Viersen scheint Trainer Willi Kehrberg inzwischen seine ebenfalls junge Truppe (23,88) in die Spur gebracht zu haben. Dabei hat er seinen Spieler recht deutlich gemacht, wo ihre Schwächen liegen und wie sie diese durch konzentrierte Teamarbeit ausgleichen können. Jedenfalls haben die letzten Erfolge dazu geführt, dass sich Viersen durchaus wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt machen kann.

Noch mehr dürfen die Jüchener von einem weiteren Landesligajahr träumen. Nach dem 4:1 in Rath ist auch der überraschende 5:2-Erfolg in Monheim wohl keine Eintagsfliege gewesen. Mit einem Durchschnittsalter von 25,38 Jahren scheint der Unterschied zu den drei anderen heimischen Klubs hinlänglich beschrieben. Trainer Sebastian Muyres hat vor allem seine Routiniers dazu ermuntert, noch einmal Ehrgeiz zu zeigen.

Alle Mannschaften haben nun eine Woche Zeit, sich auf den Schlussspurt in der Liga vorzubereiten. Wegen Totensonntag geht es erst am November mit den beiden restlichen Spieltagen der Hinrunde weiter. Danach folgen noch der erste und zweite Spieltag der Rückrunde. Vielleicht macht bis dahin der Reifeprozess der jungen Kader entscheidende Fortschritte.

Quelle: RP
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