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Lokalsport
Korkmaz bedauert seinen Ausraster

Fussball. Odenkirchens Spieler wird vereinsintern bestraft, bleibt aber im Kader. Von Kurt Theuerzeit

"Wiesn-Feeling" gönnte sich am vergangenen Wochenende die Vorstandsetage des Landesligisten Odenkirchen in München. Tolle Tage sollen es gewesen sein, die sich die Herren nach den zeitintensiven Arbeiten rund um die aufpolierte Sportanlage gönnten. Doch kaum waren sie wieder zurück, wurden sie schon mit den unliebsamen Vorfällen konfrontiert, die Samed Korkmaz am vergangenen Sonntag durch sein Verhalten beim Spiel in Amern ausgelöst hatte.

Dabei schien gerade dieses Spiel für Samed Korkmaz der Durchbruch zu werden. In der 14. Minute hatte er seinen Gegenspieler mit einem unwiderstehlichen Antritt einfach stehen lassen und den Ball zur 1:0-Führung ins Tor gewuchtet. Doch dann verstrickte er sich häufig in unnötige Zweikämpfte, diskutierte zu viel, sah die Gelbe Karte. "Nachdem ich gefoult wurde und mich verletzt hatte, hörte ich abwertende Kommentare aus dem Zuschauerbereich. Da bin ich einfach ausgerastet", beschreibt Korkmaz die Situation. Plötzlich stand er auf, zog sein Trikot aus und warf es auf die Aschenbahn. Auf dem Weg in die Kabine gab es noch heftige verbale Auseinandersetzungen mit den Zuschauern.

"Ich habe in dieser Situation nicht mehr nachgedacht. Ich weiß auch nicht, was da in mich gefahren ist. Durch diese Aktion habe ich mir, der Mannschaft und dem Verein geschadet. Das tut mir leid. Was ich da gemacht habe, war ein Fehler", sagt Korkmaz bedauernd.

Am Montag informierte Trainer Kemal Kuc seinen Sportlichen Leiter über den Vorfall. Mathias Komor war entsetzt, konnte sich aber auch nicht erklären, wieso Samed Korkmaz derart aus der Rolle gefallen war: "Ich habe ihn als ruhigen Vertreter kennengelernt. Er hat sich bisher nichts zu Schulden kommen lassen, war bei jeder Trainingseinheit dabei und ist sehr fleißig. Allerdings darf so etwas nicht passieren. Wir werden darauf reagieren."

Am Dienstag traf sich der gesamte Vorstand wieder, dann zu einer weniger amüsanten Veranstaltung. Nach einer längeren Sitzung teilte Mathias Komor mit: "Wir missbilligen das Verhalten von Samed Korkmaz ausdrücklich. So etwas geht nicht. Wir haben eine empfindliche vereinsinterne Strafe ausgesprochen, die der Spieler auch akzeptiert hat."

Korkmaz bleibt also im Kader, worüber Kemal Kuc sicher froh sein wird, obwohl auch der Trainer diesen Vorfall strickt verurteilt hat. Ob Samed Korkmaz aber am Sonntag gegen Goch wieder in der Startelf sein wird, bleibt abzuwarten. Sportlich kann er seiner Mannschaft sicher weiter helfen, zumal die Odenkirchener vor allem Siege bei ihren Heimspielen einkalkuliert haben.

Quelle: RP
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