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Michael Haag
"Langfristig in der Bezirksliga etablieren"

Mönchengladbach. Der Trainer der Sportfreunde Neuwerk spricht über die Herausforderung als Aufsteiger, über die Aussichten in der neuen Liga, Veränderungen im Kader und die eigene Zeit als Torhüter in Leipzig.

fussball Die Sportfreunde Neuwerk sind wieder in der Bezirksliga gelandet - vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt, denn der Weg aus der Kreisliga A nach oben dürfte ab der kommenden Spielzeit wesentlich schwieriger werden. Mit seinen Spielern betritt auch Trainer Michael Haag in jedem Fall Neuland. RP-Mitarbeiter Kurt Theuerzeit sprach mit dem 52-Jährigen.

Waren Sie vom Aufstieg Ihrer Mannschaft überrascht?

Haag Wenn ich ehrlich sein darf, dann hatte ich bis zur Winterpause nicht mehr damit gerechnet. Allerdings hat sich der Kader ab November allmählich positiv entwickelt. Junge und erfahrenere Spieler fanden besser zusammen und haben Charakter entwickelt. Danach war es für mich nicht mehr überraschend, dass wir den Sprung in die Bezirksliga geschafft haben. Natürlich hatten wir zum Schluss auch ein wenig Glück. Unser Vorsprung mit neun Punkten war gemessen an den guten Leistungen unserer Verfolger vielleicht etwas zu groß. Wir waren nicht die Überfliegermannschaft. Verdient war es auf jeden Fall, denn in der Rückrunde haben wir nicht mehr verloren.

Seit wann sind Sie eigentlich als Trainer tätig?

Haag Begonnen habe ich als Torwart-Trainer bei Borussia im Team von Uwe Kamps. Ich war für die U 23 und den Jugendbereich zuständig. Für drei Jahre hatte ich eine eigene Torwart-Schule. Die Nachfrage in diesem Bereich ist sehr groß. In Glehn und Bedburdyck habe ich die A-Jugend trainiert. 2014 habe ich die 1. Mannschaft in Neuwerk übernommen, nachdem ich vorher die Reserve trainiert hatte.

Haben Sie früher selbst aktiv gespielt?

Haag Ich komme ursprünglich aus Leipzig. Dort stand ich in der Reserve des Oberligisten Chemie Leipzig im Tor. Ich war wohl ein wenig zu klein, um es ganz nach oben zu schaffen.

Haben sie sich schon ein Bild von der neuen Liga machen können?

Haag Wenn man nach den Namen urteilen kann, dann wird es wohl vier bis sechs Mannschaften geben, die um den Titel spielen werden. Ich denke da vor allem an Uedesheim und Dormagen, die für mich favorisiert sind. Alle anderen werden wohl auf Augenhöhe spielen.

Konnten Sie sich personell hinreichend für die neue Herausforderung verstärken?

Haag Zunächst muss ich darauf hinweisen, dass uns mit Tim Theisen und Christian Bocks zwei sehr erfahrene und wertvolle Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen. Bei den Neuverpflichtungen sind wir unserer Linie treu geblieben und setzen auf fünf junge Spieler aus den eigenen Reihen. Obwohl sie noch A-Jugend spielen könnten, sollen sie an die Senioren frühzeitig herangeführt werden, für sich und den Verein eine Perspektive entwickeln. Dazu kommen aus Holt Tobias Kliche und Tim Kerfers. Von Blau Weiß Niederkrüchten hat sich Christopher Thieme angeschlossen.

Wo liegen die Stärken der Mannschaft, wo muss eine Optimierung erfolgen?

Haag Das Defensivverhalten der Mannschaft ist vorbildlich. Das liegt insbesondere an Markus Otto. Wir stehen sehr kompakt, und man merkt der Mannschaft deutlich an, dass sie auf keinen Fall verlieren will. Beim Torabschluss müssen wir noch effektiver werden. Das werden mein Co-Trainer Rainer Franken und ich intensiv trainieren. Wesentlichen Anteil an unserem Erfolg hat aber auch Mannschaftsbetreuer Norbert Kempkes.

Was wird das Ziel der Sportfreunde in der Bezirksliga sein?

Haag Wir wollen die Klasse halten und keine Augenwischerei betreiben. Sollten wir zwei oder drei Plätze besser abschneiden, nehmen wir das gerne mit. Ziel ist es, Neuwerk wieder langfristig in der Bezirksliga zu etablieren.

Quelle: RP
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