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Lokalsport
Leistungsstützpunkt im Vitusbad: SG sieht gute Chancen

Schwimmen. Die Startgemeinschaft Mönchengladbach hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, auch wenn nun nur noch Schwimmer zweier Klubs in ihr aktiv sind und manches Talent nicht mehr sofort bei ihr anfängt. Von Thomas Grulke

Ein sechster Platz für die Herren in der Oberliga sowie ein zweiter Rang für die Damen und Platz fünf für die Zweite Herrenmannschaft in der Landesliga: Für Cheftrainer Mark Jayasundara war das Abschneiden der Startgemeinschaft (SG) Mönchengladbach bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften sehr zufriedenstellend. "Bei den Damen haben wir unser bislang stärkstes Ergebnis geschafft. Und die Herren haben ohne unseren Topschwimmer Christopher Gurski eine ganz stabile Position in der Oberliga eingenommen. Zudem sind alle unsere Teams sehr jung, die langfristige Perspektive sieht sehr gut aus", sagt Jayasundara.

Kurzfristig geht es für die SG-Talente Schlag auf Schlag. Nach den Bezirksmeisterschaften am kommenden Wochenende folgt das eigene NEW Swim Meeting mit etwa 600 Teilnehmern im Vitusbad am 5. und 6. März, die Landesmeisterschaften und das Trainingslager in Südspanien, ehe die Saison im Frühsommer mit den nationalen Titelkämpfen endet. Dann will die SG ihrem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen sein, ab 2016/17 Leistungsstützpunkt zu werden. "Wir sind auf Kurs und haben unsere Position in den vergangenen Monaten eher noch verbessert", sagt Jayasundara. "Unsere Chancen sind gut, wir haben einiges vorzuweisen. Aber wir haben auch lange dafür gekämpft", fügt der SG-Vorstand Rudolf Brügge hinzu.

Gerne hätte Brügge den Weg Richtung Leistungsstützpunkt in voller SG-Stärke zurückgelegt. Zur Startgemeinschaft gehörten einst im Mönchengladbacher SV (MSV), der SSV Rheydt sowie den Schwimmabteilungen des TV 1848, des TV Rheindahlen und der Turnerschaft Neuwerk fünf Vereine an. Doch die Neuwerker Abteilung wurde geschlossen, und vor zwei Jahren stiegen der TV 1848 und der TVR aus. "Wir haben gemeinsam über Leistungssport geredet, aber nicht gleich definiert", sagt Brügge, der bei der SG immer professionellere Strukturen aufbaute und die Entwicklung vorantrieb. Die Mehrspartenvereine, die zu jener Zeit nur einen kleinen Teil der SG-Kadermitglieder stellten, zogen sich zurück.

Für Chefcoach Jayasundara hat sich im Trainingsalltag dadurch nichts verändert, aber: "Uns geht es um die bestmögliche Förderung, und das so frühzeitig wie möglich. Wenn ein Talent bei einem kleineren Verein merkt, dass es leistungsmäßig nicht mehr weiterkommt, und dann zu uns wechseln will, kann es für Wettkämpfe auf hohem Niveau schon zu spät sein. Insofern wäre die Talentförderung bei einer SG mit allen Vereinen sicherlich effektiver." "Die SG nimmt niemandem etwas weg, jedes Kind kann Mitglied in seinem Verein bleiben. Aber klar ist, dass nur die SG die nötigen Rahmenbedingungen für die Trainingsumfänge bieten kann, um die es beim Leistungssport geht", sagt Brügge. Diese Rahmenbedingungen kosten die SG pro Saison 100.000 Euro.

"Es ist schon außerordentlich schwierig, das zu stemmen. Die Eltern der SG-Schwimmer beim MSV zahlen mittlerweile 30 Euro im Monat extra. Sie haben erkannt, welche Qualität wir bieten, und dass es ihren Kindern zugute kommt", sagt Brügge, der immer noch den Traum hat, dass aus der SG mal ein eigener Verein wird - auch wenn jetzt nur noch der MSV und die SSV Rheydt beteiligt sind. Doch das ist Zukunftsmusik. Jetzt stehen den SG-Schwimmern zunächst noch ereignisreiche Saisonmonate und die Bewerbung zum Leistungsstützpunkt bevor.

Quelle: RP
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