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Lürrip fehlen die Führungsspieler mit der nötigen Autorität

Lokalsport: Lürrip fehlen die Führungsspieler mit der nötigen Autorität
Im Bezirksligaspiel bei der TS St. Tönis hatten die Lürriper (schwarze Trikots) nichts zu bestellen und verloren 0:9. FOTO: Theo Titz
Fussball. Der Bezirksligist hat bei Favorit St. Tönis eine empfindliche 0:9-Klatsche kassiert. Präsident Zimmermann will nun genau beobachten. Von Kurt Theuerzeit

Sicherlich gab es am vergangenen Wochenende in der Bezirksliga einige außergewöhnliche Ereignisse. Sowohl das Spiel des RSV gegen Dilkrath als auch die Partie der Giesenkirchener gegen Willich wurden abgesagt. Augenreiben dürfte auch der 9:3-Sieg Mennraths gegen Brüggen verursacht haben, ungläubiges Staunen aber vor allem die 0:9-Klatsche der Lürriper bei einem der Favoriten, St. Tönis.

Mit Lürrip lassen sich in der Vergangenheit der Aufstieg in die Landesliga verbinden, drei sehr erfolgreiche Jahre in dieser Liga, aus der man sich im vierten Jahr verabschieden musste. Das war vor allem der Tatsache geschuldet, dass gleich vier herausragende Spieler den Klub zum Nachbarn 1. FC Mönchengladbach verließen. Dennoch folgten dann recht zufriedenstellende Jahre in der Bezirksliga, in jüngster Zeit aber mit Trend nach unten.

Vorstellen kann man sich diese Entwicklung eigentlich nicht, denn immerhin verfügt der Klub über einen Kader von 30 Spielern, hat sieben engagierte Mitarbeiter im Trainerstab und einen umtriebigen Vorstand, der viel für das Wohlbefinden der Spieler unternimmt. Was passt da nicht?

Zunächst fällt auf, dass Lürrip auf fast zwölf Langzeitverletzte seit Monaten nicht zurückgreifen kann. Vor allem dürfte der Ausfall von Torjäger Thorsten Lippold schmerzen, der auch als Führungsspieler auf dem Platz nicht zu ersetzen ist. Und eben Führungsspieler, die die nötige Autorität besitzen, um die Mitspieler auf und neben dem Platz in die richtigen Bahnen zu lenken, fehlen den Lürripern. Präsident Andreas Zimmermann, der am Wochenende von einer Familienfeier an der Mosel früher zurückkehrte, um die Mannschaft in St. Tönis zu begleiten, machte sich in der Halbzeit völlig verärgert auf den Nachhauseweg.

Sein Ärger ist inzwischen keineswegs geringer geworden: "Einige Spieler neigen zur Überheblichkeit, wenn ihnen einmal etwas gelungen ist. Auf die Spiele muss man sich durch Trainingsleistungen und einen angemessenen Lebenswandel vorbereiten. Fußball kommt heute für viele an fünfter Stelle, für uns war Fußball früher die erste Stelle", sagt Zimmermann. Hart durchgreifen will er vor dem Spiel gegen Mennrath aber nicht: "Ich werde genau beobachten, was sich tut und Konsequenzen ziehen, wenn das erforderlich sein sollte", sagt er.

Ähnliche Gedanken könnten auch FC-Trainer Manuel Moreira durch den Kopf gehen, denn seine Spieler enttäuschten beim 1:1 in Waldniel. Gegen Strümp sollen unbedingt drei Punkte geholt werden, weil man anschließend mit den Spitzenmannschaften der Liga zu tun hat. "Da will ich vorher schon ein gutes Punktepolster haben", sagt Moreira. Giesenkirchen muss in Kaldenkirchen punkten, um weiter in der Spitzengruppe zu bleiben.

Der Rheydter Spielverein, der gestern Abend gegen Dilkrath 2:2 spielte, tritt am Wochenende in Holzheim an.

Quelle: RP
 
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