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Marcell Jansen
"Lürrip war und ist mein Zuhause"

Mönchengladbach. Ex-Nationalspieler Marcell Jansen spricht über seine andauernde Verbundenheit zum Fußball und zu seinem Heimatverein SV Lürrip.

fussball Es kommt nicht allzu häufig vor, dass ein Vater mit seinem Sohn zusammen in einer Mannschaft spielt. Noch dazu, wenn es sich bei dem Sohnemann um einen ehemaligen Nationalspieler handelt. Aber beim SV Lürrip ist offenbar nichts unmöglich. Und so verstärkte beim Spiel der ehemaligen Lürriper Landesliga-Spieler eben Ex-Profi Marcell Jansen die Ü-50-Plus-Truppe, in der auch sein Vater Michael spielte. Sohn Marcell war mit zwei Toren beim 4:4 dann auch sehr erfolgreich zugange. Einen Treffer erzielte der 29-Jährige sogar von der Mittellinie aus.

War das eigentlich Ihr erstes Spiel nach Ihrem Karriereende?

Jansen Na ja, ich habe zwischendurch schon mal mit Freunden gekickt. Aber ja, das war das erste offizielle Spiel.

Sie haben Sie den Fußball also nicht völlig an den Nagel gehängt , sondern bleiben ihm verbunden.

Jansen Ich habe nur mit meinem Beruf aufgehört, nicht mit dem Fußball. Natürlich habe ich noch intensiven Kontakt zum Hamburger SV. Der Klub hat eine Stiftung, den "Hamburger Weg". Dort werden Hamburger Talente gefördert, und die Chancen von Schwächeren sollen erhöht werden. Darüber hinaus arbeite ich noch als Experte bei Sky und bin also auch auf diese Weise durch Bundesliga und Champions League nach wie vor intensiv mit dem Fußball verbunden.

Sie kommen dadurch also auch weiterhin viel in der Weltgeschichte herum? Wo ist denn inzwischen Ihr Zuhause?

Jansen Ich habe zwei. Einmal bin ich weiter in Hamburg und natürlich auch hier in Mönchengladbach. Hier wohnen ja meine Eltern.

Den Kontakt zum SV Lürrip scheinen Sie trotz Ihrer vielfältigen Aufgaben nicht abbrechen zu lassen.

Jansen Das ist für mich selbstverständlich. Ich bin hier groß geworden, habe hier gespielt. Der Platz ist vom Haus meiner Eltern nur einen Steinwurf entfernt. Lürrip war und ist mein Zuhause.

Gerd vom Bruch war Ihr Berater. Ist es für Sie eine Option, selbst in dieses Geschäft einzusteigen?

Jansen Das weiß ich noch nicht. Mein Vater arbeitet mit Gerd vom Bruch zusammen. Er beobachtet Jugendspieler. Wir haben zu Gerd vom Bruch einen sehr engen Kontakt. Er gehört zur Familie. Mit Michael Risse habe ich inzwischen hier in Mönchengladbach das Sanitätshaus "Renovatio" eröffnet. Dazu bin ich mit der Hamburger Firma GYMJUNKY im Modebereich engagiert. Die stellt Kleidung für den Sport- und Fitnessbereich her.

Was zieht Sie eigentlich immer wieder zum SV Lürrip?

Jansen Vieles. Der Verein ist wie ein kleines Dorf. Er hat viele Mitglieder, die sich auch in großer Zahl als ehrenamtliche Helfer zur Verfügung stellen. Auf diese Weise wird Tradition geschaffen. Der Verein ist vor allem eine Anlaufstelle für Jugendliche. Der Verein ist etwas besonderes, weil er Traditionen erhalten hat und auf dieser Basis funktioniert. Dafür ist auch die neue Anlage ein sichtbarer Beweis. Dabei hat der komplette Verein angepackt. Das gelingt nicht jedem Verein.

Quelle: RP
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