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Lokalsport
Masino Burg fährt ganz gelassen zur Weltmeisterschaft

Boxen. Bei einem 17-Jährigen von reichlich Erfahrung zu sprechen, ist so eine Sache. Doch wenn man sich mit Masino Burg, 17, unterhält, spricht die Gelassenheit aus ihm - die Gelassenheit eines Siegers. 20 seiner 26 bisherigen Kämpfe hat er gewonnen, wobei er mit dieser Bilanz nicht vollends zufrieden ist. "Einige Niederlagen habe ich zu Unrecht kassiert, eigentlich müssten es weniger sein", sagt er. Bei der kürzlich ausgetragenen internationalen Deutschen Meisterschaft in Velbert kamen zwei Siege und ein neuer Titel hinzu: Burg siegte in der Gewichtsklasse bis 91 Kilogramm. Von Sebastian Eußem

Doch auch international hat er sich mit den besten Nachwuchsboxern messen können. Bei der letztjährigen EM in Polen reichte es zu Platz fünf, da er dem späteren Gewinner knapp unterlag. Bei seinem Verein, den Faustkämpfern Mönchengladbach, ist man stolz, dass sich der Nachwuchs auf der großen Bühne präsentiert hat. "Bei den internationalen Vergleichen sind gerade die Boxer aus den osteuropäischen Ländern eine Klasse für sich. Dass Masino sich mit ihnen messen konnte, ist bereits ein toller Erfolg", sagt der Vorsitzende Karl-Heinz-Hahn.

Für die vielen motivierten Nachwuchsboxer vom Ringerberg sind die Erfolge von Masino Burg ein wesentlicher Antrieb, sich beim Training zu verbessern. Eine Wand mit Zeitungsartikeln und Bildern mit Siegerposen und Pokalen wurde Burg bereits gewidmet, man ist stolz auf das in Hochneukirch wohnhaften Talents. Der Weg zu den vielen Titeln und Auszeichnungen beginnt in der kleinen Halle im Stadtteil Waldhausen mit unzähligen Trainingseinheiten. "Er trainiert wie ein Wahnsinniger und bereitet sich unglaublich akribisch mit unseren Haustrainern auf Wettkämpfe vor", schildert Hahn. "Unmittelbar vor dem Kampf ist er dann ziemlich entspannt, weil er weiß, dass er alles getan hat, um im Ring zu bestehen." Burg nickt und ergänzt: "Natürlich ist man vor jedem Kampf trotzdem immer ein bisschen aufgeregt."

Bei allem Trainingsfleiß und der Liebe zu seinem Sport gibt er aber dann doch zu, dass es nicht immer einfach ist, sich in der Halle zu quälen, während seine Freunde am Wochenende das Leben und ihre Jugend genießen. "Aber die müssen sich ja auch nicht in den Ring stellen. Wenn ich mich nicht vorbereite, bekomme ich Haue. Dafür betreibe ich ja keinen Boxport", sagt er.

Im November steht das vielleicht größte Turnier für den Gladbacher Boxer an. Dann geht es zur WM nach St. Petersburg. "Wenn die Vorbereitung gut läuft, komme ich mit einer Medaille zurück", gibt er sich selbstbewusst. Heute wird er die ungewohnte Rolle des Zuschauers einnehmen, wenn ab 16 Uhr junge Nachwuchsboxer beim Einladungsturnier der Faustkämpfer das erste mal im Wettkampfrahmen in den Ring steigen und sich mit Kämpfern aus ganz NRW messen.

Quelle: RP
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