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Lokalsport
Meer Daumendrücken geht nicht

Fussball. Der spielfreie Bezirksligist BW Meer hofft am Wochenende auf einen Sieg der Sportfreunde Neuwerk im Abstiegsduell mit Willich. Von Kurt Theuerzeit

Eins will man bei Blau-Weiß Meer in dieser Woche nicht: Däumchen drehen. Der Bezirksligist muss zwar am vorletzten Spieltag aussetzen, wird aber selbst heute am Feiertag trainieren und am Sonntag den Sportfreunden Neuwerk im Abstiegsduell gegen Willich geschlossen am Spielfeldrand die Daumen drücken. Meer wird also auch ohne eigene Partie 90 Minuten emotional gefordert sein, und darf sich beteiligt fühlen. Denn Neuwerk könnte sich mit einem Sieg selbst retten, würde aber auch den Klassenerhalt der Blau-Weißen wahrscheinlich machen.

In jedem Fall können die beiden Gladbacher Klubs am letzten Spieltag nur dann gelassen zu ihren nicht gerade leichten Auswärtsspielen (Neuwerk in Kaarst, Meer in Meerbusch) fahren, wenn die Sportfreunde endlich wieder einen Dreier landen. "Wir haben toll trainiert und auch unseren Kader wieder beisammen. Ich kann mir nicht erklären, wieso wir nicht schon in Holzheim gepunktet haben. Gewinnen wir gegen Willich, können wir den Daumen nach oben heben, sonst wird er nach unten zeigen", sagt Trainer Michael Holthausen.

Er hofft auf die Unterstützung der eigenen Zuschauer und die der Kollegen aus Meer. Diese werden selbst heute eifrig trainieren. "Das ist so verabredet. Wir haben uns in der Rückrunde so toll entwickelt, da wollen wir für jeden Fall gerüstet sein. Natürlich wären wir sehr zufrieden, wenn Neuwerk uns den Klassenerhalt mit einem Sieg erleichtern würde", sagt Trainer Erhan Kuralay.

Auch Neuzugang Arne Mertens, der vom FC in der Winterpause zu Meer gewechselt war, weiß, dass mit einem Neuwerker Sieg für die Blau-Weißen der Klassenerhalt noch nicht endgültig feststeht: "Wir haben zwar die klar bessere Tordifferenz, aber wir sollten schon in Meerbusch einen Punkt anstreben. Und der PSV sollte am letzten Spieltag in Willich auch noch einmal ein Remis holen", rechnet er vor. Während Mertens bei Klassenerhalt in Meer bleiben will, ist für Orhan Demir, der mit Erhan Kuralay erheblichen Anteil am Aufschwung der Blau-Weißen hatte, am Saisonende Schluss: "Aus beruflichen Gründen habe ich nur gelegentlich Zeit. Ich werde aber weiter mit Rat und Tat zur Verfügung stehen", sagt er.

Für die FC-Reserve wäre es derweil schon ein Erfolg, mit einer Mannschaft in Gnadental antreten zu können, nachdem man ja die Partie in Lürrip wegen Personalmangels absagen musste. In Uedesheim werden die Lürriper versuchen, ihr Saisonziel, 60 Punkte, zu erreichen oder durch einen Sieg sogar zu übertreffen. Gegen Holzheim muss der PSV seine letzte theoretische Chance auf den Klassenerhalt mit einem Sieg wahren.

Quelle: RP
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