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Lokalsport
Meers lauem Sturm-Lüftchen geht die Puste aus

Fussball. Das Tabellenschlusslicht der Bezirksliga muss morgen gegen Aldekerk auf mehrere Offensivspieler verzichten. Von Kurt Theuerzeit

Wahrscheinlich wünscht sich Meers Trainer Erhan Kuralay einen Zauberstab, eine gute Fee, die ihm zur Seite steht, oder er hofft auf ein Wunder. Allerdings ist nicht anzunehmen, dass solche zauberhaften Gedanken auch in der Realität Bestand haben. Tatsache ist, dass die Blau-Weißen inzwischen am Tabellenende der Bezirksliga angekommen sind und sich der Kader aus den unterschiedlichsten Gründen minimiert hat.

Im Kader sind mindestens sechs Spieler, die hauptsächlich Erfahrung in der Kreisliga B oder C gesammelt haben. "Allerdings geben die, wenn sie eingesetzt werden, ihr Bestes. Es ist aber auch verständlich, dass diesen Spielern im Laufe einer Partie Fehler unterlaufen, die dem Gegner Tore bescheren", sagt Kuralay. Und dennoch hat sich sein Team für einen Tabellenletzten in der Defensive bisher bestens aus der Affäre gezogen. Neun Mannschaften haben teilweise deutlich mehr Tore kassiert als Meer.

"Das ist ein Zeichen, dass es in der Mannschaft stimmt, dass wir alle nicht aufgeben", sagt Kuralay. Doch vorne weht bei Meer nur ein laues Lüftchen. Zwar werden Torchancen erarbeitet, jedoch meist erst nach mehreren Anläufen genutzt. In der Offensive liegt das Problem, zumal nun auch noch Can Bay nach einer Roten Karte gesperrt ist und mit Marcel Hoff und Jeff Mrowka zwei sehr wichtige Offensivkräfte verletzungsbedingt ausfallen.

Spieler, die bisher mit Meer in unteren Klassen gespielt haben, werden kaum zu einer Verbesserung der Lage beitragen können. Es wäre schade, wenn die Blau-Weißen die Liga am Ende der Saison verlassen müssten. Das wird aber kaum zu vermeiden sein, wenn der Kader nicht qualitativ aufgebessert wird. Allein dieses Vorhaben wird einige Zauberkünste erfordern, dürfte aber eher zu realisieren sein, als auf Feen, Zauberstäbe oder Wunder zu hoffen. Morgen gegen Aldekerk dürfte für Meer vornehmlich Schadensbegrenzung das Ziel sein.

Ein kleines Wunder hat bisher sicherlich Giesenkirchen geschafft. Man möchte fast sagen, dass der Aufsteiger souverän an der Spitze der Liga steht. Nun kommen auch noch Spiele auf den Spitzenreiter zu, die von der Papierform keine Probleme darstellen dürften. "Aber gerade diese Spiele verlangen volle Konzentration und Einsatz", sagt Trainer Daniel Saleh. Brüggen dürfte ein solch unangenehmer Prüfstein werden.

Hilfe könnte Giesenkirchen derweil aus Lürrip bekommen. "Wir wollen uns zunächst selbst helfen", sagt Lürrips Trainer Markus Lehnen vor dem Treffen mit dem Tabellenzweiten Tönisberg. Lürrip ist nach einem schwachen Start inzwischen im einstelligen Tabellenbereich angekommen, der Kader ist personell wieder breiter besetzt, und schließlich hat man sich auch taktisch und spielerisch verbessert. "Es wird ein schwieriges Spiel, und wir müssen auch nicht unbedingt gewinnen, wir wollen das aber", sagt Lehnen. Dazu müsste Lürrip spielerisch ein wenig zaubern.

Quelle: RP
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