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Meister GHTC unterliegt Titelkandidat Halle 1:5

Lokalsport: Meister GHTC unterliegt Titelkandidat Halle 1:5
Beim 1:5 gegen seine alten Teamkameraden vom TC Blau-Weiß Halle kam Gladbachs Daniel Gimeno-Traver im Einzel zum Einsatz. FOTO: Henrik Schmidt
Tennis. Gegen den Tabellenzweiten gelingt dem Titelverteidiger nur ein Erfolg im Einzel durch Aleksandr Nedovyesov. Morgen muss Gladbach beim bislang noch punktlosen Schlusslicht TK Blau-Weiss Aachen antreten. Von Thomas Grulke

Daniel Gimeno-Traver nutzte die Zeit bis zu seinem Match für einen Plausch mit den Ex-Kollegen. Wenig später war es jedoch vorbei mit dem freundschaftlichen Wiedersehen. Der Spanier bot seinem Landsmann Daniel Munoz-de la Nava bis in den Match-Tiebreak Paroli - ehe er sich in der Entscheidung des dritten Satzes 6:10 geschlagen geben musste. Damit verpasste es der 31-Jährige nur knapp, dem Gladbacher HTC im Heimspiel gegen den TC Blau-Weiß Halle das 2:2 zu bescheren. Stattdessen stand es 1:3 nach den Einzeln. Ein Rückstand, den der GHTC vor 740 Zuschauern in den Doppeln nicht mehr ausgleichen konnte, er verlor gegen den Titelkandidaten 1:5.

"Gimeno-Traver hat sein Match eigentlich diktiert, wir hatten das Gefühl, dass er gewinnen würde, weil er der bessere Spieler war. Ein 2:2 hätte schon alles verändert", sagte Henrik Schmidt. Gimeno-Travers Nominierung durch den Gladbacher Teamchef war für das Duell des aktuellen Deutschen Meisters gegen den Titelträger der Jahre 2015 und 2016 im Grunde nur logisch. Schließlich hatte der Spanier im Vorjahr den Titel mit Gladbach geholt - er war es vor Jahresfrist, der den entscheidenden Punkt zur Meisterschaft holte - und in den Spielzeiten zuvor zum Meisterteam des TC Blau-Weiß Halle gehört.

Mit seinem ehemaligen Teamkollegen Munoz-de la Nava lieferte sich Gimeno-Traver an Position drei auf jeden Fall das engste Einzel des Tages. Adrian Menendez hingegen war an Position eins chancenlos gegen das Power-Spiel des Georgiers Nikoloz Basilashvili, für den die Partie ebenfalls eine Begegnung mit der Vergangenheit war - nur mit anderen Vorzeichen. Basilashvili hatte zu Zweitligazeiten für den GHTC gespielt, nun zeigte er an alter Wirkungsstätte, dass er sich seitdem enorm gesteigert hat, und gewann gegen Menendez im Eiltempo 6:1, 6:2. Zuvor hatte bereits Gladbachs Marton Fucsovics eine Zweisatzniederlage auf dem Centre Court hinnehmen müssen, er unterlag dem Italiener Simone Bolelli 3:6, 3:6.

Da jedoch Aleksandr Nedovyesov an Position vier seine Siegesserie fortsetzte und auch sein viertes Einzel in der laufenden Saison gewann (6:3, 7:6 gegen Tim Pütz), hatte der GHTC zumindest noch die Chance auf einen Zähler. Doch weder Nedovyesov/Menendez noch das Duo Fucsovics und Tim Sandkaulen, der sein Saisondebüt feierte, konnten punkten - wenngleich es in beiden Doppeln zum Spielende hin nochmals knapp wurde. Nedovyesov/Menendez verloren 6:10 im Match-Tiebreak, Fucsovics/Sandkaulen unterlagen im Tiebreak des zweiten Satzes 5:7. "Gerade Tim hat sich gut verkauft. Insgesamt war aber mehr drin für uns, deswegen sind wir schon enttäuscht", sagte Schmidt.

So musste Gimeno-Traver am Ende tatenlos mitansehen, wie sein Ex-Klub alles klar machte. Ein viertes Mal in Folge Meister wird der Spanier angesichts von drei Gladbacher Niederlagen in der ersten Saisonhälfte sicherlich nicht. Im Gegenteil: Morgen beim punktlosen Tabellenschlusslicht TK Blau-Weiss Aachen geht es für den GHTC, der nun Vorletzter ist, darum, möglichst zu gewinnen, um das Thema Abstiegskampf frühzeitig zu beenden. Ein Team für die Partie hat Schmidt bereits zusammen, aber er hofft noch auf Philipp Kohlschreiber und Andrej Martin, die aber heute noch im Halbfinale ihrer Turniere stehen.

Quelle: RP
 
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