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Lokalsport
Mit einem tollen Schlussspurt holt der FC ein 3:3

Fussball-Oberliga. Eine Resttruppe wird zur Heldentruppe und Drilon Istrefi betreibt beim künftigen Arbeitgeber beste Eigenwerbung. Von Kurt Theuerzeit

Spätestens nach zwei Minuten war die Tristesse in Meerbusch beim 1. FC Mönchengladbach nicht mehr zu steigern. Sieben Stammspieler sahen verletzt oder gesperrt zu, wie eine mehr zufällig zusammengewürfelte FC-Vertretung schon schnell in Rückstand geriet und einem deprimierenden Untergang entgegen zu steuern schien. Doch dieser Verlegenheitskader bewies Engagement, verdaute Rückschläge, bewies Moral und wurde mit einem 3:3 belohnt.

Danach sah es nach zwei Minuten nicht aus, als Meerbusch 1:0 in Führung ging. Gewarnt wurden die Gastgeber schnell von ihrem künftigen Spieler Drilon Istrefi, der nicht nur zwei Minuten später mit dem 1:1 beste Eigenwerbung betrieb. Der Ausgleich machte Mut und der FC Dampf in der Offensive und hielt nicht nur mit, sondern bestimmte in dieser Phase das Geschehen. Das änderte sich dann nach 25 Minuten, als Lucas Reinert Unstimmigkeiten in der FC-Abwehr zum 2:1 nutzte.

Nachdem kurz vor der Pause Meerbusch mühelos auch noch das 3:1 gelang, schien für die Gäste nach dem Wechsel nur noch Schadensbegrenzung möglich zu sein. Dafür war vor allem Torwart Peter Dreßen zuständig, der in vier Situationen glänzend hielt und damit auch seine Unsicherheit in der Anfangsphase vergessen machte.

Aber auch seine Mitspieler packten noch einmal an. In der Abwehr gingen sie engagiert zu Werke. Vor allem Ricardo Goman als Leihgabe der Reserve lieferte wie sein Mannschaftskamerad Leo Lekaj eine herausragende Partie. Den beiden stand auch der eingewechselte Malte Renner nicht nach, der sogar plötzlich den Vorwärtsgang einschaltete und dadurch für Offensivgeist auf dem rechten Flügel sorgte. Meerbusch, das bis zur 70. Minute das Spiel sicher im Griff zu haben schien, rechnete wohl nicht mehr mit dem Aufbäumen des FC.

Auch Drilon Istrefi hatten sie noch immer nicht auf dem rechnung. Der setzte sich in der 85. Minute noch einmal beherzt durch und schoss. Meerbusch Torwart klatschte den Ball nur ab, und der gerade eingewechselte Maximilian Kuznik traf zum 2:3. Damit gab sich der FC aber nicht zufrieden und machte weiter Druck. In der 88. Minute erzielte dann Leo Lekj sogar das 3:3. Er hatte damit eine Resttruppe zur Heldentruppe gemacht.

"Die Leistung dieser Mannschaft ist nicht hoch genug zu bewerten. Den Punkt hat sie sich verdient", sagte Trainer Stephan Houben.

1. FC: Dreßen - Fehlauer (52., Renner), Biskup, Schellhammer, Goman - Klein, Richter (75., Kuznik), Lekaj - Istrefi, Ayan - Schmitz. Tore: 1:0 Suzuki (2.), 1:1 Istrefi (4.), 2.1 Reinert (25.), 3:1 Schmidt (44.), 3:2 Kuznik (85.), 3:3 Lekaj (89.). Zuschauer: 150.

Quelle: RP
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