| 18.08 Uhr

Handball
Mit Khan kommt Hoffnung

Seit gestern ist es perfekt: Khalid Khan ist neuer Trainer beim Zweitligisten TV Korschenbroich. Am Abend leitete er bereits das Training beim Tabellenletzten. Der bis Sommer 2009 laufende Vertrag gilt auch für die Regionalliga. Von Andreas Gruhn

Handball Die abschließenden Verhandlungen zogen sich wie Kaugummi, doch am späten Nachmittag kam die Bestätigung: Khalid Khan ist der neue Trainer beim Zweitliga-Schlusslicht TV Korschenbroich (RP berichtete exklusiv). Er beerbt den zuletzt glücklosen Olaf Mast und soll den TVK noch aus dem Tabellenkeller führen. Khan unterschrieb gestern einen Vertrag bis Sommer 2009. Für Korschenbroich ist Khan die wahrscheinlich letzte Option, doch noch die Kurve zu kriegen. „Er war unser Wunschkandidat, weil er schnellen und modernen Handball spielen lässt“, sagte ein vom Verhandlungsmarathon mitgenommener TVK-Manager Jupp Grimm. „Genau das brauchen wir, weil wir nicht die Leute für die einfachen Tore haben.“ Heute soll der 41-jährige Khan vorgestellt werden.

Schwachstellen gesehen

Bereits am Abend leitete Khan zum ersten Mal das Training beim angeschlagenen Tabellenletzten. Vorher stellte er sich der Mannschaft vor, die er in dieser Spielzeit schon einige Male beobachtet hatte und auch schon aus seiner Zeit in Aachen kennt. Mit den Brüdern Simon und David Breuer hatte er bereits damals zusammengearbeitet. Khan weiß, dass er keinen etatmäßigen Linksaußen hat. „Er hat Schwachstellen gesehen“, sagte Grimm. Daher zogen sich die Gespräche gestern lange hinaus: Auch über mögliche Verstärkungen haben sich die Verantwortlichen unterhalten. „Aber wir werden kein Harakiri machen. Es muss absolut passen“, sagte Grimm.

Der A-Lizenz-Inhaber gilt als ausgezeichneter Fachmann und akribischer Arbeiter mit hohen Motivationsfähigkeiten. Das sind Qualitäten, die schon am Freitag beim nächsten Spiel in Oftersheim gefragt sind. „Er wird wissen, wann welcher gegnerische Spieler zur Toilette geht“, sagt Grimm. Die Erwartungen, die in Khan gesteckt werden, sind nicht gerade klein. Auf den Neuen an der Linie wartet die schwierige Aufgabe, den in dieser Saison stets unterlegenen Korschenbroichern neuen Siegeswillen einzuhauchen. Bis Freitag wird er nicht mehr als Kopfarbeit leisten können, damit solche Phasen wie zuletzt am Samstag, als der TVK binnen zehn Minuten den Sieg gegen Bittenfeld verspielte, Geschichte sind. „Wenn er das schafft, bin ich sicher, dass wir auch am Freitag gute Chancen haben“, sagt Grimm.

Viel Zeit bleibt ihm freilich nicht. In den kommenden Wochen warten mit Coburg und Willstätt-Ortenau zwei Verfolger des Spitzenreiters Dormagen. Und danach stehen schon „Endspiele“ die direkten Konkurrenten Gensungen und Münster an. Für den Fall, dass Khan den Klassenverbleib nicht schafft, haben die Verantwortlichen Vorsicht walten lassen: Der Vertrag gilt auch für die Regionalliga.

Quelle: RP
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