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Handball
Nicht schön, aber der Ertrag stimmt

Handball: Nicht schön, aber der Ertrag stimmt
Der Weg zum tor war kein leichter für den TVK. So wurde es ein Arbeitssieg gegen Habenhausen. FOTO: Theo Titz
Handball. Der TV Korschenbroich gewinnt 36:30 gegen den Letzten der Handball-Oberliga, den ATSV Habenhausen. "Wir haben uns sehr, sehr schwer getan und das Spiel nie so richtig kontrolliert", sagt Trainer Ronny Rogawska. Von Wiltrud Wolters

Der TV Korschenbroich lieferte den erwarteten Pflichtsieg, aber nicht mehr. Gegen das Schlusslicht der Dritten Liga, den ATSV Habenhausen, siegte der TV Korschenbroich vor 462 Zuschauern 36:30 (17:14). "Das war kein schönes Spiel von unserer Seite, aber wir haben die zwei Punkte. Das ist das Wichtigste", resümierte Trainer Ronny Rogawska.

Die Partie begann mit dem Gedenken an die Opfer der Terroranschläge von Paris. Danach taten sich die Korschenbroicher schwer, zum Tagesgeschäft überzugehen. Das gelang den Gästen wesentlich besser. Sie führten in der 4. Minute 3:0. Erst Justin Müller brach in der fünften Minute mit dem 1:3 den Bann. Mit einer Serie von vier Toren in Folge durch zwei Doppelpacks von Mathias Deppisch und Michel Mantsch drehte der TVK die Partie nach rund zehn Minuten erstmals in seine Richtung. Die endgültige Sicherheit brachte dieser 7:5-Vorsprung aber nicht in die Aktionen. Die Gäste blieben bissig und stellten die TVK-Abwehr ein ums andere Mal vor Probleme. Die Korschenbroicher bekamen das Zusammenspiel zwischen den Rückraumspielern und dem Kreisläufer der Gäste nicht unter Kontrolle. Das gab den Ausschlag, dass die Habenhausener nach 7:10 zum 11:11 ausgleichen konnten und beim 12:11 erneut in Führung lagen. Der TVK korrigierte dies umgehend und ging mit einem 17:14 in die Pause. Zu Beginn der zweiten Hälfte setzten sich die Gastgeber sukzessive weiter ab und hielten nach dem 19:15 in Vorsprung bei mindestens vier Toren.

"Wir haben uns sehr, sehr schwer getan und das Spiel nie so richtig kontrolliert", sagte Rogawska. Vor allem das Verhalten in der Abwehr hatte ihm nicht gefallen. Maximal 25 Gegentore hatten sich die Korschenbroicher zum Ziel gesetzt, am Ende wurden es 30, weil die TVK-Akteure den Gegnern immer wieder die Möglichkeit eröffneten, bis zum Kreis durchzuspielen, indem sich Einzelne zu weit aus dem Abwehrverbund herauswagten. "Da hat die Hilfestellung vom Nebenmann gefehlt. Vielleicht lag die Verunsicherung daran, dass wir vier Spiele in Folge verloren hatten. Denn eigentlich können wir das besser", mutmaßte Rogawska. Auch im Angriff lief nicht alles rund. Die Korschenbroicher probierten viel und machten dabei immer wieder Fehler. Einzig im Tempospiel überzeugten die Akteure. Über die erste und zweite Welle erzielten die Korschenbroicher rund 15 ihrer 36 Tore. Allen voran zeichnete sich dabei Mathias Deppisch aus, der seinen Gegenspieler oft enteilte und sieben Treffer markierte. "Er hat das gut gemacht. Es hat sich gelohnt, früh loszulaufen", sagte Rogawska.

Quelle: RP
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