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Nur Kampf und Krampf beim 2:2 im Westend

Lokalsport: Nur Kampf und Krampf beim 2:2 im Westend
Seltener Grund zum Jubeln (v.l.): die FC-Spieler Nico Krätschmer, David Schatschneider und Akin Uslucan feiern Schatschneiders Tor. FOTO: Dieter Wiechmann
Fussball-Landesliga. Der 1. FC Mönchengladbach erweist sich gegen den SC Velbert noch als zu unerfahren. Auf schlechtem Geläuf wird auch schlecht gespielt. Der FC verhilft den Gästen mit katastrophalen Fehlern zu Treffern. Von Kurt Theuerzeit

Es sah nur so aus, als spielten hier zwei Mannschaften auf der Ernst-Reuter-Sportanlage Fußball. Eher glichen die 90 Minuten einer bisher unbekannten Kampfsportart, bei der sich ein Ball verirrt hatte. Verwirrt und verunsichert war davon wohl auch der Schiedsrichter der immerhin elf Gelbe Karten verteilte. Immerhin konnte er auch vier Tore beim 2:2 zwischen dem FC und Velbert verzeichnen.

Allerdings produzierten die Gladbacher alle vier Tore selbst. Zweimal nutzten die Gäste zwei völlig überflüssige und dann auch noch dümmliche Rückgaben zu FC-Torwart Johannes Kultscher zu den Führungstoren. Zweimal glichen die Hausherren aus. Dabei gelang Derman Disbudak mit einer akrobatischen Ballannahme und einem gefühlvollen Heber der Ausgleich zum 1:1. Schließlich war es Verteidiger David Schatschneider vorbehalten mit seinem 2:2 noch einen Punkt zu retten.

Dabei war Velbert keineswegs ein übermächtiger Gegner. Mit Andre Andomat hatten sie sogar einen übergewichtigen Libero alter Prägung aufgeboten, der aber kaum durch die FC-Bubis geprüft wurde. Andomats Mitspieler verfügten jedoch über die Athletik, die ausreichte, um die körperlich deutlich unterlegenen Gastgeber in den Zweikämpfen auf den grünen Boden der Tatsachen zu holen. Der Rasenplatz tat übrigens das Seine dazu, um kein geordnetes Spiel zu ermöglichen.

Enttäuscht war auch FC-Trainer Marcel Winkens, der sich auf der Bank so sehr aufregte, dass er kurz vor Spielende vom Unparteiischen auf die Zuschauerränge verwiesen wurde: "Wir haben uns selbst geschlagen. Mit unseren dummen Rückpässen haben wir den Gegner in Führung und nach dem 1:1 wieder ins Spiel gerbacht. Ich denke, dass wir noch eine Menge Arbeit haben und noch viel lernen müssen. Allerdings ließen auch die Platzverhältnisse kaum ein gutes Spiel zu", klagte er. Die schlechten Platzverhältnisse waren indes nicht die Ursache für eklatante persönliche Fehler seiner Spieler.

Immerhin aber traf Disbudak schon wieder, und es ist zu hoffen, dass ihn seine Mitspieler bald besser einsetzen als gestern. Akin Uslucan präsentierte sich als hervorragender Kapitän. Vor allem nach der Pause forderte er seine Mannschaftskameraden immer wieder auf, sich zu wehren. Dabei ging er mit bestem Bespiel voran, half in der Abwehr aus und ackerte im Mittelfeld. Fazit: Der FC hat enormes Steigerungspotenzial nötig.

1. FC: Kultscher - Littges (67., Anyomi), Schütz, Schellhammer, Schatschneider - Uslucan, Cakir -Krätschmer, Venhaus, Yakumaru (60., Aoudou)- Disbudak. Tore: 0:1 Hilger (26.), 1:1 Disbudak (33.), 1:2 Hilger (47.), 2:2 Schatschneider (86.). Zuschauer: 80.

Quelle: RP
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