| 00.00 Uhr

Lokalsport
Nur noch zwei Kandidaten für Frauen-Titel nach FSC-Rückzug

Frauen. Der Rekordsieger fehlt heute Abend bei der Endrunde, so sollten Titelverteidiger Borussia und der 1. FC den Sieg unter sich ausmachen. Von Thomas Grulke

Heute Abend wird Wolfgang Wassenberg der Jahnhalle fernbleiben. Der Klubboss und Trainer des FSC Mönchengladbach wird erstmals seit der Jahrtausendwende nicht mit seinem Team an der Hallen-Stadtmeisterschaft teilnehmen. Damit fehlt der Rekordmeister bei den Frauen - so wie schon bei allen Juniorinnen-Wettbewerben in den Tagen zuvor die FSC-Mannschaften gefehlt hatten. "Natürlich ist das ein komisches Gefühl, als Rekordsieger nicht dabei zu sein. Die Stadtmeisterschaft ist auch eine tolle Veranstaltung, an der wir immer gerne teilgenommen haben", sagt Wassenberg. Trotzdem hat er alle Mannschaften von dem Turnier abgemeldet, nachdem bei den Anmelde-Formalitäten nicht alles reibungslos zwischen Veranstalter und Verein verlaufen war.

"Natürlich waren meine Spielerinnen nicht glücklich, aber in dem Fall bin ich konsequent geblieben. Und im kommenden Jahr werden wir auch wieder teilnehmen", sagt der FSC-Boss. "Es ist alles sehr unglücklich gelaufen", sagt Axel Tillmanns, Geschäftsführer des Stadtsportbundes. Für die Organisatoren hatte der FSC-Rückzug die Konsequenz, dass nur noch sieben Vereine bei der Endrunde antreten. "Das liegt aber nicht an der Attraktivität der Stadtmeisterschaft, es gibt einfach nicht mehr Mannschaften", sagt Tillmanns. Die ungerade Teilnehmerzahl führt nun dazu, dass heute ab 18 Uhr in einer Vierer- und einer Dreiergruppe die Halbfinalisten ermittelt werden.

Für die fünf Kreisligisten im Feld ergibt sich der besondere Reiz, dass aus jeder Gruppe zumindest einer von ihnen es in die Runde der letzten Vier schaffen wird. In der Gruppe A dürften vor allem die Sportfreunde Neuwerk und der SC Hardt um das Halbfinalticket kämpfen, in der Gruppe B ist Odenkirchen, das zuletzt schon zwei Mal in Folge Halbfinalist war, aussichtsreicher Kandidat. Für den Finaleinzug und damit für den Titel kommen indes nun nur noch zwei Mannschaften ernsthaft infrage: Titelverteidiger Borussia und der 1. FC.

"Stadtmeisterschaften haben sicherlich immer einen besonderen Reiz, ich messe dem Wettbewerb aber keinen so hohen Wert bei. Mir geht es darum, dass wir im Januar vernünftig wieder in den Spielbetrieb kommen", sagt Wilfried Tönneßen. Borussias Regionalliga-Trainer wird ein leicht gemischtes Team zur Verfügung stehen. "Wir werden einer Torhüterin aus der U 17 die Gelegenheit geben, beim Frauenteam hineinzuschnuppern. Zudem wird Kyra Densing aus der Ersten Mannschaft dabei sein. Wir kommen insgesamt zwar nicht mit dem stärksten Aufgebot, sollten aber der Favorit sein", sagt Tönneßen.

Während Borussia, zuletzt drei Mal in Folge siegreich, durch einen erneuten Erfolg mit dem zehnmaligen Titelträger FSC gleichziehen kann, wartet der FC noch auf seinen ersten Sieg bei der Stadtmeisterschaft. "Wir haben keinen Druck, sondern wollen Spaß haben und natürlich so erfolgreich wie möglich abschneiden", sagt Trainer Marcel Leicher. Durch die kleine Dreiergruppe wird sein Team nur zwei Gruppenspiele bestreiten, ehe es ernst wird. "Wir müssen es hinbekommen, zur rechten Zeit auf Betriebstemperatur zu kommen und im Endspiel unsere beste Leistung abzurufen. Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, sollte einem Finale gegen Borussia nichts im Wege stehen. Und dann wollen wir ein ebenbürtiger Gegner sein", sagt Leicher.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Nur noch zwei Kandidaten für Frauen-Titel nach FSC-Rückzug


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.