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Lokalsport
Odenkirchen wird Ziele für die Hinrunde kaum erreichen

Fussball. Das Kollektiv ist abhandengekommen. Dieses Kollektiv sicherte in der vergangenen Saison im Endspurt den Klassenerhalt. In dieser Saison schien es so gefestigt, dass der Landesligist sogar mit einem sehr guten Mittelfeldplatz sorglos durch die Saison kommen konnte. Mitte September hatte sich Odenkirchen zehn Punkte erarbeitet und erspielt. Das Ziel, am Ende der Hinrunde 20 Zähler auf dem Konto zu haben, schien programmiert zu sein. Doch inzwischen sind nur vier Punkte dazu gekommen, das Kollektiv vermittelt Auflösungserscheinungen. Das Hinrundenziel kann nur noch mit einem Wunder realisiert werden. Von Kurt Theuerzeit

Trainer Kemal Kuc konnte es nach der bitteren 2:4-Niederlage gegen Dormagen, das bis dahin nur zwei Punkte aufwies und sieglos war, nicht fassen, war sprachlos. Das Team, das er mit viel Arbeit und großem Engagement zu einer konkurrenzfähigen Mannschaft geformt hatte, versagte. Die taktischen Aufgaben waren vergessen, auf dem Platz wurden viel zu sehr die Emotionen ausgelebt und schließlich ergab man sich in sein Schicksal.

Diese Niederlage hätte Odenkirchen als Ausrutscher verkraften können, wenn nicht auch zuvor schon unglücklich oder mit einer ungesunden Portion Blauäugigkeit Punkte verschenkt worden wären. Zweimal wurden Spiele in letzter Minute verloren. Gegen ebenfalls gefährdete Mannschaften wie Kalkum, Jüchen, Benrath und Dormagen ließ man zwölf Punkte liegen.

Jetzt folgen bis zum Ende der Hinrunde auch noch Gegner, die aus den unterschiedlichsten Gründen sehr motiviert sind und nichts verschenken werden. Sonntag in Nettetal, dann gegen Monheim, in Meerbusch und schließlich gegen den DSC 99 kann man nicht unbedingt mit weiteren Punkten rechnen. Dazu dürfte Abwehrchef Sven Moseler nach seiner Roten Karten in diesen Spielen nicht zur Verfügung stehen. "Es kommen nur noch starke Gegner, gegen die wir nur bestehen können, wenn wir wieder zu unserer taktischen Disziplin zurückkehren und auf dem Platz engagiert 90 Minuten arbeiten."

Ob das gelingt, wird sich schon am Sonntag in Nettetal zeigen. Union schien im September überhaupt nicht in die Spur zu kommen. Trainer Chiquinho wurde entlassen. Für ihn übernahm Andreas Schwan, der erst am vergangenen Sonntag beim 2:4 in Vohwinkel die erste Niederlage hinnehmen musste. Damit dürfte die Aufgabe für Odenkirchen nicht leichter werden. Kemal Kuc hat während der Woche sehr viel mit seinen Spielern gesprochen: "Es ist jetzt ein Kopfproblem, das nur die Spieler lösen können. Sie müssen sich an das erinnern, was uns stark gemacht hat: das Kollektiv."

Quelle: RP
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