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Lokalsport
Odenkirchens Mitarbeiter der Saison

Lokalsport: Odenkirchens Mitarbeiter der Saison
FOTO: Dirk Staubesand
Fussball. Trainer Kemal Kuc hat großen Anteil am Aufschwung des Landesligisten, der wohl im Nichtabstieg münden wird. Von Kurt Theuerzeit

Glückwünsche nahm Odenkirchens Trainer Kemal Kuc schon am Montag entgegen. Nein, es waren noch nicht die zum Klassenerhalt des von ihm trainierten Landesligisten SpVg Odenkirchen. Bei Kuc meldeten sich viele Gratulanten, um ihn mit Freundlichkeiten zu seinem 38. Geburtstag zu überhäufen. Sichert sich am Sonntag 05/07 in Rhede den Klassenerhalt, wird die Feier für Kuc dann wohl noch einmal länger, lauter und feuchter verlaufen.

"Wenn uns das gelingt, wäre das mein schönstes Geburtstagsgeschenk", sagt Kuc, der gerne "seine Jungs" in den Vordergrund stellt und sich selbst lieber im Hintergrund hält. Die Wahrheit ist: Wahrscheinlich bräuchte Odenkirchen ohne seinen Trainer keinen Gedanken mehr an die Landesliga zu verschwenden. Lange Jahre hatte 05/07 den Eindruck erweckt, es sei mehr Geld in der Vereinskasse als Wasser in der Niers. Das lockte Spieler, die aber dann den Verein verließen, als es sportlich bergab zu gehen schien.

Der Schnitt, den nicht jeder Trainer mitgemacht hätte, war dann aber in jeder Hinsicht heilsam. Denn für Kuc war der Abstiegsplatz, auf dem Odenkirchen stand, eher ein Ansporn, gemeinsam mit den Jungs die Ärmel aufzukrempeln. Geld für teure Neueinkäufe war nicht vorhanden, man musste vornehmlich mit jungen Spielern aus den Kreisligen vorlieb nehmen. Aus diesen meist recht unbekannten Kickern formte Kuc eine Mannschaft, die ackerte, später auch spielte und sich schließlich mit großem taktischen Niveau, Durchhaltevermögen und Kameradschaft aus dem Tabellenkeller arbeitete.

Mathias Komor, der Sportliche Leiter der Odenkirchener, hat diese Spieler geholt, er weiß aber auch, dass Kuc sie entwickelt hat: "Kemal lebt Fußball, reißt die Spieler durch eine moderne Trainingsgestaltung mit und hat ein sehr gutes Gespür für personelle und situationsabhängige Entscheidungen vor und während der Spiele. Wir sind sehr froh, dass wir mit ihm um zwei Jahre verlängert haben", sagt Komor.

Am Sonntag müssen Trainer und Mannschaft aber noch einmal all ihr Können abrufen. Mit einem Unentschieden in Rhede wäre der Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft. "Aber das wird sehr schwierig, weil Rhede über eine sehr starke Mannschaft verfügt. Wir müssen Ruhe bewahren und diszipliniert spielen, dann werden wir die Aufgabe lösen können", sagt Kuc. Selbst ein Niederlage könnte sich 05/07 leisten. Dann aber müsste einer der Konkurreten aus Amern und Speldorf verlieren oder St. Tönis in Uerdingen nicht über ein Remis hinaus kommen. "Wir werden versuchen, irgendwie zu den anderen Plätzen Kontakt zu halten, so dass wir immer auf dem Laufenden sind", sagt Komor.

Freuen durfte sich derweil schon der bisherige kommissarische Abteilungsvorsitzende Matthias Preckel: Er wurde zum Vorsitzenden gewählt.

Quelle: RP
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