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Zur Person
Offermann ist Odenkirchens Joker im Abstiegskampf

Mönchengladbach. Bisher war Max Offermann Zeitarbeiter. Neunmal schon. Doch sein letzter Kurzeinsatz war anders als die acht zuvor. Diesmal nämlich bewies er Kaltschnäuzigkeit und Effektivität, wie sie eigentlich unmöglich scheinen in so kurzer Zeit: Elf Minuten stand Offermann auf dem Platz, und er traf zweimal. Damit drehte er für Odenkirchen im Abstiegskampf der Landesliga das Spiel gegen St. Tönis von 0:1 auf 2:1. "Das war eine tolle Stimmung nach dem Schlusspfiff auf dem Platz und in der Kabine", erzählt Trainer Kemal Kuc. "Wir haben unsere Chancen auf den Klassenerhalt deutlich erhöht, sind aber sicher noch nicht durch", sagt der Sportliche Leiter Mathias Komor.

Gefeiert wurde natürlich auch Offermann. Ihn hatte Kuc schon zu Beginn der Rückrunde in den Kader hochgezogen. "Er hat mich beim Training sofort überzeugt, und er kommt aus unserer Jugend, und auf die wollen wir ja künftig bauen", sagt Kuc. Er schätzt den 18-Jährigen wegen seiner Schnelligkeit, seiner fußballerischen Fähigkeiten und der Torgefährlichkeit. "Taktisch muss er noch ein wenig dazu lernen, aber das wird er sicher schaffen", sagt Kuc

Neben dem Fußball hat Offermann auch schulisch einen ersten großen Erfolg zu verzeichnen: "Ich habe gerade mein Abitur geschafft und bin jetzt auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Ich möchte möglichst eine duale Ausbildung anstreben", erzählt er. Während der berufliche Weg also noch ein wenig unbestimmt ist, gibt es für ihn sportlich eine klare Linie: "Ich bin sehr froh, dass ich auch für die nächste Saison in Odenkirchen zusagt habe." Und an der Beller Mühle will er möglichst weiter Landesliga spielen. "Wir haben uns in der Rückrunde entwickelt und die Chance zum Klassenerhalt jetzt auch verdient. Das Spiel gegen Speldorf am Sonntag ist sehr wichtig. Gewinnen wir noch einmal, können wir recht gelassen am letzten Spieltag nach Rhede fahren", sagt Offermann.

Sicher wird er gegen Speldorf wieder mit von der Partie sein, wahrscheinlich aber zunächst wieder als Joker. Da lässt sich Kuc noch nicht in die Karten sehen: "Mit Damir Hamidovic, Sercan Salgin und Max habe ich bisher immer einen Joker im Ärmel gehabt. Wie ich mich für Sonntag entscheide, weiß ich noch nicht." Speldorf wird sicher nicht weniger abverlangen als St. Tönis. Die Gastgeber müssen deshalb vor allem Leichtsinnsfehler wie beim 0:1 am Sonntag vermeiden. Denn nicht immer wird in letzter Minute ein Joker ein Spiel noch drehen können. "Wir werden auch gegen Speldorf eine Chance haben", ist sich Offermann sicher.

KURT THEUERZEIT

Quelle: RP
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