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Handball
Packendes Derby endet unentschieden

Handball. Beim nach wie vor abstiegsbedrohten Neusser HV holt der TV Korschenbroich einen Punkt. 30:30 endet das Derby zwischen den Lokalrivalen. TVK-Trainer Rogawska ist mit der Art und Weise, wie sein Team aufgetreten ist, zufrieden. Von Kristina Rost

3. Liga Wäre es nach Ronny Rogawska gegangen, das Spiel hätte gut und gerne nach 50 Minuten enden können. Mit 26:23 lag seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt beim Neusser HV vorn. Nur knapp zwei Minuten später aber hat der Neusser HV den Vorsprung der Gäste egalisiert. Die Neusser Dennis Aust, Markus Breuer und Philip Schneider sorgten mit ihren Toren für das 26:26. "Im Handball geht es schnell. Drei Tore kann man schnell aufholen. Wir hatten zwar Chancen, die Führung auszubauen, indem wir gut bis zum Neusser Tor durchgespielt haben, doch Torhüter Jascha Schmidt hat einige Bälle gut gehalten", sagte TVK-Coach Rogawska.

Und so wurde die Schlussphase des Lokalderbys zum Schlagabtausch. Der TV Korschenbroich legte vor und Neuss zog nach - vier Mal dasselbe Spielchen. Denn auch nachdem Henrik Schiffmann den 30:29-Führungstreffer für den zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl spielenden TVK erzielt hatte, war das Spiel noch nicht vorbei. Vier Sekunden verblieben. Vier Sekunden, in denen der NHV mit sieben Feldspielern stürmte und sich einen Siebenmeter erkämpfte. Christopher Klasmann trat an - und verwandelte. 30:30 heiß es somit am Ende. "Unter dem Strich ist die Punkteteilung gerecht. Es war ein gutes Handballspiel und ein Derby, in dem alles drin war und beide Mannschaften ordentlich zur Sache gegangen sind. Mal lag Neuss vorne, mal wir", sagte Rogawska. So war es in der Anfangsphase der mit nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone nach wie vor abstiegsgefährdete NHV, der knapp in Führung ging. Korschenbroichs 5:1-Deckung schaffte es zunächst nicht, die Neusser Offensivaktionen zu stören. "Wir waren in den ersten 15 Minuten in der Abwehr zu passiv und konnten Neuss nicht zu technischen Fehlern provozieren. Dadurch ist Neuss immer wieder zu seinen Chancen gekommen", erklärte Rogawska.

Doch der TVK-Coach reagierte. Er ließ fortan den Neusser Felix Handschke in Manndeckung nehmen - mit Erfolg. TVK-Kapitän Mathias Deppisch sorgte kurz vor der Pause für die 17:15-Führung seiner Mannschaft. "Die Umstellung hat gut funktioniert", resümierte Rogawska. Und dennoch blieb eine Vorentscheidung in der zweiten Halbzeit aus. Es ging hin und her - erst führte der TVK, dann Neuss. Erst in der 45. Minute sorgte Henrik Schiffmann durch zwei Tore in Folge für ein kleines Polster des TVK. 25:22 lagen die Gäste vorn. Als Michel Mantsch, der nach langer Verletzungspause wieder auflief, fünf Minuten später das 26:23 erzielte, hätte das Derby- wäre es nach Rogawska gegangen - ruhig enden können. Doch auch mit dem einen Punkt ist der Däne zufrieden, denn die Art und Weise, wie seine Mannschaft gekämpft hat, habe ihm gefallen. Und: Durch den Punkt kann Rogawska das Thema Abstieg endgültig aus seinem Kopf streichen.

Drei Spieltage vor Saisonende hat der TVK als Tabellenneunter sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. "Uns kann diesbezüglich nichts mehr passieren, aber wir haben noch ein Ziel vor Augen, nämlich unter die ersten sechs zu kommen. Wir haben es nicht mehr alleine in der Hand, aber wir wollen die letzten drei Spiele unbedingt gewinnen und alles uns Mögliche für dieses Ziel tun", sagte Rogawska.

Quelle: RP
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