| 00.00 Uhr

Florian Kunz
"Philipp Heymanns macht es richtig gut"

Florian Kunz: "Philipp Heymanns macht es richtig gut"
Blick in die Zukunft: Florian Kunz ist zufrieden mit der Hallenvorbereitung der Ersten Herren, die am kommenden Freitag in die Saison starten. FOTO: hockeyimage.net
Mönchengladbach. Der Vorsitzende des Gladbacher HTC spricht über den neuen Trainer des Hockey-Zweitligisten, den Start in die Hallensaison am kommenden Freitag, das neue Jugendkonzept des Klubs und die Ziele sowie den Aufwand im Nachwuchsbereich.

Herr Kunz, in der Vorrunde der Feldsaison trainierten sich die Ersten Herren des GHTC im Grunde selbst und erhielten zu den Meisterschaftsspielen am Seitenrand Unterstützung durch ehemalige GHTC-Spieler und -Trainer. Wer wird zum Auftakt der Hallensaison kommenden Freitag auf der Trainerbank sitzen?

Kunz Das wird Philipp Heymanns sein, er ist unser neuer Herren-Trainer. Philipp ist ein Ur-Gladbacher, er hat beim GHTC und beim RSV gespielt sowie zuletzt lange Zeit als Trainer in Düsseldorf gearbeitet. Und er macht seine Sache in den ersten Wochen richtig gut und arbeitet sehr akribisch mit der Mannschaft.

Reicht die kurze Vorbereitungszeit vor der Hallensaison, um sich gegenseitig gut kennenzulernen?

Kunz Die Vorbereitungszeit für die Halle ist immer kurz. Philipp hat beim Spielsystem nichts völlig Neues eingeführt, sondern das System nur angepasst. Die Vorbereitung ist anständig gelaufen, wir hatten viele positive Ergebnisse. Jetzt gilt es, gleich mit dem Punktesammeln zu beginnen, um sich frühzeitig oben festzusetzen.

Der GHTC startet als Absteiger in der Zweiten Bundesliga. Was erhoffen Sie sich von der Spielzeit?

Kunz Ich hoffe vor allem, dass wir ohne Verletzungen durch die Saison kommen. Der Kader ist gut, aber auch relativ klein. Wenn wir halbwegs von Verletzungen verschont bleiben, sollten wir in den oberen Tabellenregionen dabei sein, mit ein bisschen Glück auch ganz oben angreifen.

Wird Philipp Heymanns auch Aufgaben im Nachwuchsbereich übernehmen?

Kunz Nein, er konzentriert sich auf die Arbeit mit der Ersten Mannschaft. Wir suchen zusätzlich noch einen hauptamtlichen Trainer für den Jugendbereich. Wir sind zwar schon gut besetzt und in der glücklichen Lage, dass wir in Andy Bauch und André Schiefer zwei ehemalige Bundesligatrainer haben, die Jugendmannschaften trainieren. Doch um alle Teams auch am Wochenende noch optimaler betreuen und unser neues Trainingskonzept weiter umsetzen zu können, benötigen wir noch mindestens einen weiteren Trainer.

Der GHTC stellt in der anstehenden Hallensaison 28 Jugendmannschaften mit insgesamt knapp 300 Spielern. Wie ist dieser deutlich gestiegene Aufwand gegenüber dem Vorjahr zu stemmen?

Kunz Erstmal freuen wir uns, dass sich so viele Kinder aktiv entschieden haben, Hockey im GHTC zu spielen. Das sehen wir auch als Bestätigung unseres eingeschlagenen Weges. Wir haben das große Glück, dass wir im Gegensatz zu vielen anderen Bundesligavereinen in der Region über eine vereinseigene Halle verfügen. Doch ohne den Einsatz der Trainer, der Sponsoren und nicht zuletzt der Stadt - in Form von Hallenzeiten - wäre diese Aufgabe nicht zu stemmen gewesen. 28 Mannschaften, in jeder Altersklasse mindestens zwei, sind eine Herausforderung und ohne den Enthusiasmus aller Beteiligten nur schwer zu bewältigen. Trotzdem wollen wir noch weiter wachsen.

Welches sind die Kernpunkte des Jugendkonzeptes, das der GHTC im Laufe des vergangenen Jahres erarbeitet hat?

Kunz Zunächst einmal sollen unsere Ersten Mannschaften jeweils Leistungsmannschaften sein, die alle in der höchsten Liga und möglichst auch um Titel mitspielen. Wir wollen aber auch stärker als in der Vergangenheit den Breitensport fördern und haben uns in diesem Bereich besser aufgestellt. Jedes Kind soll seinem Leistungsniveau entsprechend in der richtigen Mannschaft seinen Platz finden. Zudem sind alle Teams gleichberechtigt, jedes wird auch am Wochenende durch einen Trainer betreut. Darüber hinaus bieten wir jetzt zusätzlich ein altersgerechtes Athletik- sowie Techniktraining an. Auch die Kaderspieler wollen wir durch engen Kontakt mit den Trainern des Deutschen Hockey-Bundes noch besser fördern. Und schlussendlich geht es uns auch darum, das Team- und Sozialverhalten weiter zu fördern. Das ist uns sehr wichtig.

In den vergangenen Jahren haben viele Toptalente den GHTC verlassen und sind zu Klubs in der Region gewechselt. Fühlen Sie sich nun besser gewappnet, um die Jugendlichen im Verein zu halten?

Kunz Besser gewappnet fühlen wir uns schon, wir sind im weiblichen und jüngeren männlichen Bereich beispielsweise bereits unter den Top Drei im Westdeutschen Hockey-Verband. Aber ganz ausschließen können wir es nicht, dass uns auch mal ein großes Talent verlässt - dafür ist die Konkurrenz zu groß. Doch wenn wir uns auf dem eingeschlagenen Weg noch weiterentwickeln, werden wir immer bessere Chancen und auch gute Argumente haben, um möglichen Wechseln entgegenzuwirken - oder gar Talente von ausserhalb zu gewinnen.

THOMAS GRULKE FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Florian Kunz: "Philipp Heymanns macht es richtig gut"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.