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Lokalsport
Polizei SV und SC Hardt in der Endrunde, Maroc sorgt für Eklat

Zwischenrunde. Ein Betreuer des B-Kreisligisten simuliert den Hitlergruß. Es wird eine Strafanzeige geben. Von Karsten Kellermann, Sascha Köppen und Horst Höckendorf

Die Endrunde der 34. Stadtmeisterschaft in der Jahnhalle ist komplett. Der Polizei SV als Erster und der SC Hardt als Zweiter haben sich gestern Abend über die Zwischenrunde mit jeweils zehn Punkten für den morgigen Finaltag qualifiziert. Für einen Eklat sorgte derweil der B-Kreisligist FC Maroc.

In der Vorrunden-Gruppe 5 hatte der FC Maroc noch positiv überrascht. Gestern Abend war der B-Kreisligist die negative Erscheinung in der Jahnhalle. Beim 1:4 gegen Neuwerk rastete zunächst Ibrahim Mohamed Mohamed aus. Erst sah er wegen Meckerns Gelb, dann "applaudierte" er Schiedsrichter Alexander Schuh und sah Rot. Danach brannten Mohamed, zuvor in der Gruppe auffälligster Spieler seines Teams, die Sicherungen durch, seine Teamkameraden mussten ihn mit vereinten Kräften wegtragen - woraufhin er auf sie losging.

Auch im nächsten Spiel fiel Maroc aus der Rolle. Torwart-Trainer Yaakoub Chaibi war allzu aufgeregt nach einem Schiedsrichterpfiff und tat seinen Unmut lauthals kund. Er musste auf die Tribüne. Sein Sitznachbar auf der Bank, ein Betreuer, der nach Angaben des Klubs erst seit Kurzem bei Maroc ist, simulierte mehrfach den Hitlergruß, bevor er die Halle verließ. Das wird für den Mann, dessen Namen gestern weder der Klub noch die Polizei preisgeben wollte, ein Nachspiel haben. Es wird eine Strafanzeige geben, teilte die Polizei mit, die sich auch anhand der Live-Bilder bei Fupa, dem RP-Fußballportal, über den Sachverhalt informierte.

Der Polizei SV hatte zunächst Probleme und kam erst am Ende zum 3:3 gegen Maroc im Auftaktspiel. Danach jedoch konterte der A-Ligist gewieft und war das spielstärkste Team des Abends. Vor allem Christian Saarssoo (4 Tore) und Patrick Scheulen (3) hatten Spaß an der flotten Kombination und legten sich gegenseitig immer wieder die Bälle auf. 5:0 gegen die Red Stars, dann das 5:1 gegen Hardt, 3:1 gegen Holt - das war trotz des 2:4 gegen Neuwerk der Weg in die Endrunde. Der Polizei SV wurde verdient Gruppensieger, weil er kämpferisch und spielerisch überzeugte. Trainer Thomas Vaßen war vor allem mit "den bärenstarken drei mittleren Spielen zufrieden, der Auslöser für unseren Erfolg war der späte Ausgleich im ersten Spiel". Sein Team hat in der Endrunden-Gruppe B durchaus Halbfinal-Chancen.

Der SC Hardt schien zunächst auf dem richtigen Weg zum Ziel - wie in der Gruppe 2 mit guten Nerven. Zunächst gab es einen Doppelpack binnen einer Minute, der das 3:1 im ersten Spiel gegen Neuwerk brachte, dann erzielte Thomas Coenen gegen Holt in letzter Sekunde den 4:3-Siegtreffer, nachdem zunächst ein 3:0-Vorsprung verspielt worden war. Doch gegen den Polizei SV endete die Hardter Serie mit 1:5.

"Wir haben super angefangen, mit dem Spiel gegen den Polizei SV geriet die Geschichte ins Wanken, aber zum Glück haben wir die Kurve noch gekriegt", sagte Trainer Peter Daners. Er hatte vorab die Nervenstärke seines Teams gelobt - und lag richtig. Mit dem 5:0 gegen Maroc kam Hardt wieder in die Spur, machte es aber in der Abschlusspartie beim 3:3 gegen die Red Stars sehr spannend. Der B-Ligist führte zwischenzeitlich 3:1. Erst ein Doppelschlag zum 3:3 machte Hardt den Weg in die Endrunde frei. Genau der eine Punkt war nötig, da zuvor Holt durch das 6:1 gegen Maroc auf Rang zwei gerückt war. Hardt zog nervenstark in die Endrunde ein. Da rechnet sich Daners in der Gruppe A aber keine großen Chancen aus.

Quelle: RP
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