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PSV: gute Würstchen und genug Punkte

Lokalsport: PSV: gute Würstchen und genug Punkte
Voller Einsatz: Nach dem völlig missglückten Start, dazu noch gegen vermeintlich schwächere Mannschaften, sammelte der PSV dann plötzlich Punkte - und zwar gegen stärker eingeschätzte Teams. Wie hier gegen die FC-Reserve. FOTO: Wiechmann
Fussball. Die Prognose war: Der Polizei SV steigt ab. Doch Trainer Michael Koch behielt die Ruhe und sein Team blieb Bezirksligist. Von Kurt Theuerzeit

Die besten Würstchen zu den besten Preisen mit Beilagen nach Wunsch gab es in der vorigen Saison ganz sicher bei Bezirksliga-Neuling Polizei SV. Mehr schien der Aufsteiger auch nicht bieten zu können, denn schon nach dem dritten Spieltag stand für viele fest, dass es am Saisonende wieder zurück in die Kreisliga A gehen würde. Zu diesem Zeitpunkt hatte man gerade nur einen Punkt auf dem Konto.

Einer aber behielt die Ruhe, die Übersicht und den Glauben an die Mannschaft: Trainer Michael Koch. Nach dem völlig missglückten Start, dazu noch gegen vermeintlich schwächere Mannschaften, sammelte der PSV dann plötzlich Punkte - und zwar gegen stärker eingeschätzte Teams. "Erklären kann ich das auch nicht. Aber die Mannschaft ist in der Lage, sich selbst wieder aufzurappeln. Das haben wir in der Saison dann mehrfach geschafft", sagt Michael Koch.

Er ist kein Zampano, der an der Linie herumspringt oder laut dirigiert, aber er machte dennoch bis zur Winterpause Unmögliches möglich. 25 Punkte standen auf dem Konto, vom möglichen Abstieg sprach keiner mehr, auch nicht die Experten. Allerdings warnte Michael Koch immer wieder: "Wir sind noch nicht durch. Die Tabelle täuscht ein wenig." Recht hatte er, denn der PSV würde erst gegen Ende der Spielzeit ein Spiel aussetzen müssen. Schließlich wurden es sogar zwei, nachdem Orken die Mannschaft zurückgezogen hatte.

Der PSV sackte zum Saisonende hin immer beunruhigender in den Tabellenkeller, doch dann war die Mannschaft plötzlich wieder da und holte gegen die Favoriten die noch nötigen Punkte. Unerwartete Siege gegen Kapellen und die FC-Reserve sorgten schließlich rechtzeitig für den Klassenerhalt. "Es ist zwar auf und ab gegangen, aber enttäuscht können wir nicht sein, weil wir unser Ziel erreicht haben. Wir dürfen ein zweites Jahr in der Bezirksliga spielen", sagt Michael Koch.

Die Mannschaft, die sich von der Kreisliga B aus bis in die Bezirksliga gespielt hat, kann auf eine beachtliche Entwicklung zurückblicken. "Wir spielen besser und waren lernfähig. Na ja, wir sind ja auch älter und cleverer geworden", sagt Michael Koch. Er hat aber auch wohl von seiner Ruhe ein wenig an seine manchmal recht impulsiven Kicker weitergegeben. Es gab Sperren, aber die hielten sich im Vergleich zu den Jahren zuvor in Grenzen.

In der kommenden Saison fällt die Aufstiegseuphorie weg, im Mittelfeld muss man auf Ricardo Goman verzichten, der zum FC wechselt. Einziger Neuzugang ist bisher Ivan Gonzalez aus Holt. "Wir suchen noch nach Spielern für das Mittelfeld. Es wird schwierig werden, bleiben aber gelassen und ziehen das auch weiter so durch", sagt Michael Koch. Folglich wird es auch weiterhin die Extra-Würste des PSV geben.

Quelle: RP
 
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