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Lokalsport
Recklinghausen spendet für Traber in Gladbach

Traben. Im November ist es ruhig auf der Gladbacher Trabrennbahn. Die beiden anvisierten Renntage mussten frühzeitig abgesagt werden, weil ein Verlust zu befürchten war, die der Rennverein nicht tragen konnte. Für den 13. Dezember aber laufen die Planungen nun bereits auf Hochtouren. Am dritten Adventssonntag drehen die Traber zum letzten Mal in diesem Jahr ihre Runden auf dem Oval. Die Dotierung in den vier Rennen wurde sogar angehoben. Der Rennverein in Recklinghausen machte dies möglich. Vor der Auflösung stehend entschied er, sein finanzielles Polster den Kollegen in Mönchengladbach zu spenden.

"Diese Maßnahme ist alles andere als selbstverständlich, wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung", sagt der erste Vorsitzende Werner Pietsch. Für den Unternehmer steht der kommende Renntag in einem besonderen Licht: Nach gut zehn Jahren, in denen seine Mitstreiter und er die Geschicke des Rennvereins leitete, möchte Pietsch 2016 kürzer treten und den Vorsitz an Stellvertreter Elmar Esser abgeben.

In Pietschs ereignisreicher Amtszeit stand der Rennverein vor so manch harter Prüfung. Neben den existenzbedrohenden Umsatzeinbußen, dem Wegfall des traditionellen Rennabends am Dienstag, der in den Köpfen der Gladbacher noch immer fest verankert ist, musste so manche weitere Hürde genommen werden. Nach Sturm- und Brandschäden stand der Rennsport an der Niers mehrfach kurz vor dem Aus, die drohende Insolvenz nach der Klage des letzten Vermarkters konnte nur mit großzügigen Spenden der Trabergemeinde und mithilfe eines neuen Vermarkters abgewendet werden. Für die neue Saison sieht Pietsch trotzdem Licht am Horizont. "Dank des konsequenten Sparkurses des Vereines und den zu erwartenden Steuereinnahmen gehe ich davon aus, dass auch in 2016 an der Niers getrabt wird", lautet seine optimistische Prognose.

Quelle: RP
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