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Lokalsport
Reizvolle Stadtmeisterschaft

Lokalsport: Reizvolle Stadtmeisterschaft
Der Mann am Mikro: Axel Tillmanns ist im zweiten Jahr die Stimme der Stadtmeisterschaft. Der Geschäftsführer des Stadtsportbundes erwartet morgen eine enge Endrunde. FOTO: Theo titz
Hallenfussball. Stadtsportbund-Geschäftsführer Axel Tillmanns weiß, warum die Mönchengladbacher das Stelldichein der Fußballer in der Jahnhalle so mögen. Aber auch, dass es nötig ist, dieses Event noch professioneller zu vermarkten. Von Sascha Köppen

Als Stimme der Jahnhalle ist Axel Tillmanns in seinem zweiten Jahr vielen Fans bei der Hallenstadtmeisterschaft inzwischen bekannt. Doch das Hallensprecher-Dasein ist beim ausrichtenden Stadtsportbund nur eine Nebentätigkeit, denn seit Anfang 2015 ist er dort Geschäftsführer. als solcher arbeite er daran mit, das Traditionsturnier, das nun zum 33. Mal ausgetragen wird, in fit für die Zukunft zu machen.

An wenigen Orten funktioniert der Budenzauber so gut wie in Mönchengladbach. "Das hat aus meiner Sicht damit zu tun, dass die Stadt doch eher ein großes Dorf ist. Da hat es einen großen Reiz, wenn die Kleinen es den Großen zeigen wollen", sagt Tillmanns. Als Radio-Journalist arbeitete er nicht nur für Radio 90,1 in unserer Stadt, sondern etwa auch in Krefeld oder Neuss. "Gerade im Neusser Kreis ist es das Problem, dass der Dormagener sich vielleicht schon eher mit Köln identifiziert, als sich Neuss zugehörig zu fühlen."

Die brechend vollen Hallen - das ist übrigens auch bei der Jugend in Mülfort nicht selten der Fall - stellen den Ausrichter natürlich auch vor Probleme. "Es wird nicht leichter, das alles mit Ehrenamtlern zu regeln, weil die Zuschauer einen gewissen Standard mit Recht auch erwarten dürfen. Der Punkt, wo das mit einer sinkenden Zahl von Ehrenamtlern nicht mehr zu leisten ist, wird ganz sicher kommen", lässt Tillmanns wissen. Es ist also notwendig, dass der Stadtsportbund das Event professioneller vermarktet, soll es rund um den Jahreswechsel auch weiterhin tollen Hallenfußball in der Jahnhalle geben. "Es ist den vielen tollen Helfern gegenüber immer schwerer zu verantworten, dass sie nicht einmal eine kleine Anerkennung für die Arbeit bekommen. Die drei Wochen sind lang, und die Bänke in den beiden Hallen sind hart. Dafür kann man allen Beteiligten nur danken", so Tillmanns.

Bei der Vermarktung geht der Stadtsportbund indes mit großer Sorgfalt vor. "Wir sind noch an Anfang, und es gibt sicherlich noch Luft nach oben", sagt der SSB-Geschäftsführer.

Mit den sportlichen Leistungen vor der am Samstag anstehenden Endrunde ist der "Hallensprecher" bisher überwiegend zufrieden. Der Favoritentipp für die Endrunde fällt auch ihm diesmal nicht leicht. "Die Giesenkirchener haben mir sehr gut gefallen, die muss man in Gruppe B sicher auf der Rechnung haben. Gruppe A ist noch dichter besetzt. Da hat Lürrip noch Potenzial nach oben, der 1. FC ist sowieso im engsten Favoritenkreis und auch Mennrath darf man da nicht vergessen", prognostiziert er. Und den Fehler, die Rheindahlener nicht auf der Liste zu haben, will wie viele Beobachter der Zwischenrunde am Mittwoch auch Tillmanns nicht noch einmal machen. Die Frage wird also sein, ob einer der fünf A-Ligisten die Nachfolge von Viktoria Rheydt antreten kann. Kurz nach 19 Uhr sollte am Samstag die Antwort feststehen.

Quelle: RP
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