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Lokalsport
Rheydter SV erkämpft sich einen Punkt

Fussball-Bezirksliga. Die Mannschaft von René Schnitzler zeigt Moral und kommt nach mehrmaligen Rückstand zum 4:4-Unentschieden. Im Kampf gegen den Abstieg ist das jedoch zu wenig. Holt verliert nach 1:0-Führung noch 1:3 und dümpelt weiter im Keller. Von Kristina Rost und Kurt Theuerzeit

Es war ein kleiner Schritt, den Ricardo Goman machen musste, um dem Polizei SV einen 1:0-Sieg bei der Reserve des 1. FC Mönchengladbach zu bescheren. Für den PSV war das Siegtor im Derby ein großer und sicherlich überraschender Schritt zum Klassenerhalt. Nach dem 3:1-Sieg über die SG Kaarst ist dem VfL Jüchen die Meisterschaft kaum noch zu nehmen. Während der RSV und Holt nach diesem Spieltag noch tiefer in den Abstiegskampf rutschen, verschafft sich Blau-Weiß Meer etwas Luft.

1. FC Mönchengladbach 2 - Polizei SV 0:1 (0:1). Ausgerechnet Ricardo Goman war es, der mit seinem Tor nach einer Viertelstunde die Derby-Niederlage des FC herbeiführte. Denn er wird aller Voraussicht nach in der kommenden Saison den FC verstärken. "Ich weiß schon, warum ich den gerne hätte. Ricardo hat gerackert und gekämpft", sagt FC-Trainer Fabian Vitz. Der Wechsel aber dürfte augenblicklich dem PSV egal sein, denn diese drei Punkte bringen den Aufsteiger dem Klassenerhalt erheblich näher. Das Tor war allein aber nicht entscheidend. Die Gäste hatten sich den Erfolg mehr als verdient. Nach der Führung verstärkten sie die Abwehr, die aber vor lösbaren Problemen stand, weil dem FC einfach die Mittel fehlten, die Gäste ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Da machte sich schon das Fehlen der Offensivkräfte Michael Kersten, Dennis Lammerz und Philipp Bäger bemerkbar. "Unsere Situation wird demnächst nicht besser. Ein paar Punkte sollten es noch werden. Ich muss aber noch einmal die herausragende Leistung des PSV anerkennen", sagte Vitz. Strahlend sah man dann auch PSV-Trainer Michael Koch: "Das waren sehr wichtige drei Punkte. Durch sind wir noch nicht, aber dicht dran."

VfL Jüchen - SG Kaarst 3:1 (2:1). Der Gastgeber begann furios. Schon nach zwei Minuten drang Alexander Barth in den Strafraum der Gäste ein und wurde gefoult. Den Elfmeter nutzte Thorben Schmitt zum 1:0. Jüchen bestimmte weiter das Geschehen, musste aber nach 25 Minuten den Ausgleich hinnehmen. Doch zwei Minuten vor der Pause erzielte Danny Hepner nach einer Flanke von Mo Chaibi das 2:1. Jüchen machte weiter Druck, wollte unbedingt die drei Punkte. Alexander Barth sorgte mit seinem Tor für die 3:1-Entscheidung.

Rheydter SV - SV Mönchengladbach 4:4 (2:0). René Schnitzler hob das Positive hervor. "Es ist gut, dass wir uns nie aufgegeben haben", sagte er. Doch der Trainer des Rheydter SV war gleichzeitig enttäuscht. "Wir hatten um die 15 Torchancen im Spiel und haben nur vier davon genutzt. Lürrip hatte vier Chancen und hat alle genutzt", sagte Schnitzler. So nutzte der SV Lürrip eine seiner Chancen in der 30. Spielminute. Michael Harrison verwandelte einen Elfmeter und sorgte für den 1:0-Führungstreffer der Lürriper. Nachdem Tobias Busch beim 2:0 noch als Flankengeber fungiert hatte, traf er in der zweiten Halbzeit zum 3:1 gleich selbst. Noch sah alles nach einem Sieg der Lürriper aus. Doch es kam die 75. Spielminute und mit ihr die Rote Karte gegen Lürrips Thomas Stryia. "Natürlich hat diese Situation dazu beigetragen, aber letztlich war Rheydt die ganze Zeit im Spiel und hat sich aufopferungsvoll gegen eine Niederlage gewehrt", sagte Lürrips Trainer Markus Lehnen. So kam Rheydt schließlich zurück und antwortete auf das 4:2 der Lürriper mit zwei erfolgreich abgeschlossenen Standards, die zum 4:4-Endstand führten. Einem Ergebnis, das den RSV im Kampf gegen den Abstieg nicht so richtig voranbringt. "Das Unentschieden ist ärgerlich, weil wir mit einem Sieg aus der Abstiegszone heraus gekommen wären", sagte Schnitzler.

BV Grün-Weiß Holt - SV Blau-Weiß Meer 1:3 (1:1). Das Ergebnis ging für Meers Trainer Klaus Ernst in Ordnung. Auch die kämpferische Darbietung seiner Mannschaft stimmte den Trainer zufrieden. Von der technischen Ausrichtung war er jedoch enttäuscht. Zu viele Fehler unterliefen seiner Mannschaft im Aufbauspiel. "Man hat gemerkt, dass wir den Druck hatten, gewinnen zu müssen. Wir haben nicht die Leistung gebracht, die wir in den vergangenen Wochen zeigen konnten", sagte Ernst. So war es auch Holt, das in der 28. Minute durch Leonard Lekaj 1:0 in Führung ging. Zehn Minuten später glich Yadi Camara jedoch aus. "Es war klar, dass das Team, das den nächsten Treffer erzielt, gewinnen würde", sagte Ernst. Es war sein Team. Und das erhöhte in der 90. Minute sogar auf 3:1. "Meer wollte den Sieg mehr als wir", sagte Holts Trainer Georg Degen.

(rost/zeit)
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